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Australian Open: Kohlschreiber folgt Kerber

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Philipp Kohlschreiber beim Aufschlag.  Foto: dpa
In der Herren-Konkurrenz hat Philipp Kohlschreiber als erster Deutscher die dritte Runde bei den Australian Open erreicht. Für Annika Beck, Florian Mayer und Daniel Brands ist das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits Geschichte.
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Melbourne

Philipp Kohlschreiber ist Angelique Kerber und Julia Görges bei den Australian Open in die dritte Runde gefolgt. Der 29 Jahre alte Augsburger setzte sich am Donnerstag in Melbourne gegen den Israeli Amir Weintraub mit 6:2, 7:6 (7:4), 6:4 durch und trifft nun auf den Kanadier Milos Raonic. Kerber und Görges hatten ihre Zweitrunden-Hürden bereits am Mittwoch gemeistert.

Das Aus kam am vierten Tag der mit 23,91 Millionen Euro dotierten Veranstaltung dagegen für Annika Beck, Florian Mayer und Daniel Brands. Brands lieferte dem australischen Hoffnungsträger Bernard Tomic immerhin einen großen Fight. Erst nach 2:55 Stunden und sieben abgewehrten Matchbällen gab sich der Deggendorfer mit 7:6 (7:4), 5:7, 6:7 (3:7), 6:7 (8:10) geschlagen. „Ich war wirklich überrascht, wie stark er gespielt hat. Ich bin froh, dass ich weiter bin“, sagte Tomic nach der Hitzeschlacht bei phasenweise über 40 Grad in der Rod Laver Arena.

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Beck und Mayer waren dagegen chancenlos. Beck verlor gegen die Japanerin Ayumi Morita klar mit 2:6, 0:6. Der an Nummer 25 gesetzte Mayer unterlag gegen Ricardas Berankis aus Litauen mit 2:6, 3:6, 1:6 und zeigte dabei eine ganz schwache Leistung.
Kohlschreiber behielt im heißen Melbourne kühlen Kopf. „Ich denke, es war eine sehr konzentrierte Vorstellung“, sagte der Davis-Cup-Profi. Nach einfachem Start musste er allerdings hart kämpfen, um den unbekannten Weintraub zu schlagen. Im zweiten Satz hatte der Israeli beim Stand von 6:5 sogar einen Satzball, doch Kohlschreiber rettete sich in den Tie Break, den er schließlich mit 7:4 für sich entschied. „Das war wichtig, weil er sonst noch mehr Auftrieb bekommen hätte. Zum Glück habe ich in dieser Phase mein bestes Tennis gespielt.“

Erneut eine ganz schwache Leistung zeigte Kohlschreibers Davis-Cup-Kollege Mayer. Hatte der Bayreuther sich in der ersten Runde gegen den Amerikaner Rhyne Williams noch in fünf Sätzen durchkämpfen können, schaffte der dieses Mal nach verlorenem ersten Satz nicht mehr die Wende. „Ich kann es mir auch nicht erklären, was mit mir los ist“, sagte Mayer ratlos. „Ich habe so gut trainiert. Aber es hilft nichts, ich muss das Spiel jetzt abhaken und nach vorne schauen.“

Zu Ende sind die Australian Open auch für Beck. Die 18-Jährige spielte gegen die Japanerin Ayumi Morita über weite Strecken zwar gut mit, war am Ende aber doch ohne Chance. „Vielleicht waren die Anspannung und die Aufregung zu groß“, sagte Beck, die erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in der zweiten Runde stand. „Und ich hatte natürlich im Hinterkopf, was danach kommen könnte: ein Duell mit Serena Williams in der Rod Laver Arena. Vielleicht bin ich deshalb ein bisschen verkrampft.“

Williams kam wie Victoria Asarenka ohne Mühe weiter. Titelverteidigerin Asarenka gewann gegen die Griechin Eleni Danilidou 6:1, 6:0. Williams bezwang die Spanierin Garbine Muguruza mit 6:2, 6:0. Dabei hatte die Amerikanerin noch Probleme mit ihrem lädierten Knöchel, wurde aber nicht ernsthaft gefordert. (dpa)

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