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Biathlon: Magdalenas Abschiedsrennen

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Magdalena Neuner vor ihrem letzten Start in einem Wettkampf. Foto: dapd
Auf Schalke nahmen Magdalena Neuner und Michael Greis am Samstag zur 11. World Team Challenge zum letzten Mal in einem Wettkampf die Waffe in die Hand. Im Massenstart belegte die Sportlerin des Jahres Platz zwei hinter der Italienerin Dorothea Wierer.
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Gelsenkirchen

Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner hat mit einem emotionalen Abschiedsrennen die Biathlon-Bühne verlassen. Die 25-Jährige aus Wallgau feierte zusammen mit 50.000 Zuschauern im Rahmen der 11. World Team Challenge in Gelsenkirchen eine große Party, verpasste als Zweite den Sieg im Massenstart aber knapp. Zu den Klängen von Adeles Skyfall wurde die Biathlon-Rentnerin unter tosendem Applaus vom Dach der Arena für ihr Abschiedsrennen gegen langjährige Weggefährtinnen hinabgelassen. In diesem musste sich die zweimalige Olympiasiegerin aber der Italienerin Dorothea Wierer geschlagen geben.

Neuner, die im März ihre einzigartige Karriere beendet hatte, leistete sich drei Schießfehler bei 25 Schüssen. Von den Fans wurde Deutschlands Sportlerin des Jahres trotz des verpassten Sieges auf jeder Runde frenetisch gefeiert. „Das war einfach toll. Das war mein Tag. Ich habe keinen Druck verspürt. Vielen Dank an alle, die im Stadion waren“, sagte die 25-Jährige aus Wallgau: „Es ging nicht darum, Erste oder Letzte zu werden. Wichtig war, dass wir alle dieses Rennen zusammen genießen.“ Auf einer Ehrenrunde nahm Neuner emotional Abschied von ihren Fans, bevor sie auf den Schultern der anderen Athletinnen „Tage wie diese“ der Toten Hosen sang. Durch die Schalker WM-Arena kreiste minutenlang La Ola.

Aus Neuners Heimat waren Familie und Freunde mit einem Sonderbus in den Ruhrpott gereist. Nach dem Rennen feierte Neuner, die für ihre großen Erfolge die Goldene Ehrennadel des Deutschen Skiverbandes (DSV) erhielt, mit ihnen eine große Abschiedsparty. Die Fans hatten schon ab dem Mittag bei zweistelligen Temperaturen eine große Fete rund um die Arena gefeiert. Für die musikalische Stimmung sorgte unter anderem Schlagersänger Olaf Hennig. In der Arena sorgten 2400 Tannenbäume und 7000 Quadratmeter weißer Teppich für eine winterliche Atmosphäre. Die Apres-Ski-Party im Winterdorf rundete die Neuner-Abschiedsgala ab.

Greis beendete zusammen mit Franziska Hildebrand die erste Halbzeit seines letzten Biathlon-Rennens auf Rang sechs, ging nach dem Massenstart mit Rückstand auf die Spitzenreiter Martin Fourcade und Marin Dorin Habert aus Frankreich ins Verfolgungsrennen. Am Ende gewannen die Russen Anton Schipulin und Jekaterina Jurlowa und kassierten 28 000 Euro Preisgeld.

Immerhin war der 36-Jährige Greis zusammen mit seiner Partnerin im ersten Teil der Schalke-Show das beste deutsche Team gewesen. Andrea Henkel und Andreas Birnbacher machten sich als Achte auf die Jagd und Boden gut - sie beendeten das Rennen nach den insgesamt 18 Runden auf Rang vier. Hildebrand und Greis wurden Sechste. „Die Kulisse war sensationell, die haben mich so gepusht, dass ich rumgekommen bin“, sagte Greis.

Er genießt einen Monat nach seinem letzten Weltcup-Rennen das Leben als ehemaliger Leistungssportler. Es fühle sich „perfekt“ an, sagte er. „Vor mir liegen neue Aufgaben, in denen ich mehr Potenzial sehe. Bei jedem Weltcuprennen, das ich live am TV verfolgt habe, hat sich das Gefühl bestätigt.“ (sid/dpa)

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