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Boxer Mariusz Wach: Klitschko-Gegner unter Doping-Verdacht

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Mariusz Wach Foto: dapd
Der letzte Gegner von Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat vor dem Schwergewichtskampf am 10. November in Hamburg offenbar unerlaubt nachgeholfen. In der A-Probe des Polen sollen anabole Steroide nachgewiesen worden sein.
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Berlin

Profiboxer Mariusz Wach, letzter Gegner von Schwergewichts-Champion Wladimir Klitschko, steht anscheinend unter Dopingverdacht. „Der Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), Thomas Pütz, hat uns darüber informiert“, sagte Klitschko-Manager Bernd Bönte dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Pütz selbst war am Montagnachmittag zunächst nicht zu erreichen. Nach Informationen der Bild-Zeitung hat der Pole vor dem Schwergewichtskampf am 10. November in Hamburg unerlaubt nachgeholfen.

In der A-Probe von Wach sollen anabole Steroide nachgewiesen worden sein. „Das würde auch erklären, warum Wach selbst die härtesten Schläge weggesteckt hat. Doping ist natürlich ein No-Go“, sagte Bönte: „Das zeigt auch, wie gefährlich Doping ist, wenn das Schmerzempfinden weniger wird.“ Klitschko hatte gegen den Polen seine Weltmeistergürtel der Verbände WBO, WBA und IBF erfolgreich verteidigt.

Das Urteil der Ringrichter fiel mit 120:107, 120:107, 119:109 mehr als deutlich aus. Wach hat jetzt die Gelegenheit, die Öffnung der B-Probe zu beantragen. Sollte sich der Doping-Befund bestätigen, droht dem Polen von BDB-Seite eine einjährige Sperre.

Auch von den großen Weltverbänden könnte ein Box-Verbot folgen. Wach hatte den Kampf gegen Klitschko am 10. November in Hamburg nach Punkten verloren und dabei rund 400 Schläge eingesteckt. „Das ist eigentlich unglaublich, unmöglich - ein Rätsel“, hatte Klitschko anschließend erklärt.

Der 36-Jährige hatte seinen Gegner immer wieder mit harten Schlagserien eingedeckt und so viele Treffer gelandet, dass sich die Ringbeobachter, darunter Rocky-Darsteller und Hollywood-Legende Sylvester Stallone, sogar Sorgen um die Hände des Ukrainers gemacht hatten. Damals hatte Wladimirs Bruder Witali die Nehmerqualitäten noch mit einem „Riesenherzen“ erklärt - die Wahrheit war vielleicht viel profaner. „Die Leistung von Wladimir würde dadurch aber nicht geschmälert werden“, sagte Bönte: „Die Leistung war hervorragend, wenn er selbst gegen einen womöglich gedopten Wach so dominiert hat.“ „Anabole Steroide machen aggressiv“, sagte Doping-Experte Fritz Sörgel.

Zudem gehören zu den Wirkungen der anabolen Steroide verstärkter Muskelaufau, eine Zunahme der roten Blutkörperchen und Abnahme des Körperfettwertes. Anabole Steroide sind billig und einfach zu beschaffen, sind aber auch bei Dopingtests einfach nachzuweisen. Das am häufigsten auftauchende anabole Steroid ist das männliche Sexualhormon Testosteron. (sid)

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