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Dallas Mavericks: Geschwindner eilt Nowitzki zur Hilfe

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Dirk Nowitzki sucht weiter seinen Touch.  Foto: dpa
Nach überstandener Verletzung ist Dirk Nowitzki noch immer weit von seiner Bestform entfernt. Nun soll sein Mentor Holger Geschwindner den Würzburger wieder in die Spur bringen, damit die Dallas Mavericks doch noch vielleicht die Playoffs erreichen.
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Dallas

Das Warten hat für Dirk Nowitzki bald wieder ein Ende. Der Basketball-Star der Dallas Mavericks bekommt bald die für ihn so wichtige Unterstützung aus der Heimat. „Nächste Woche fliege ich zu ihm“, sagte sein Mentor und Privattrainer Holger Geschwindner der Nachrichtenagentur dpa. „Wenn ich helfen kann, dann helfe ich“, meinte der 67-Jährige weiter.

Nowitzki und Geschwindner telefonieren täglich, ihre Bindung ist eng. Besuche bei dem 34 Jahre alten Würzburger gehören zum Alltag, dennoch sind sie von großer Bedeutung. Gerade jetzt, wo Nowitzki „langsam wieder in die Gänge“ kommt, wie Geschwindner sagt. „Er will wieder auf sein Level kommen.“ Und das ist die Weltklasse.

Nowitzki kämpft mit dem Meister der nordamerikanischen Profiliga NBA aus dem Jahr 2011 verbissen um den Einzug in die Playoffs. Erst Anfang Januar hatte der so bitter vermisste Führungsspieler seine Rückkehr in die Startformation bei den Texanern gefeiert. Wegen einer Knieverletzung verpasste er den Großteil der Saison.

Geschwindner beschreibt sich selbstironisch gerne als „Eigenbrötler“, „Sonderling“ oder „Kauz“. Ohne ihn hätte es die Karriere von Nowitzki aber in dieser prägenden Form sicher nicht gegeben. Wie es sich für den bescheidenen Mentor und leidenschaftlichen Fabulierer gehört, ist Geschwindner jedoch in der Beziehung zur Nummer 41 der Mavericks auch etwas abseits der Sportlerlaufbahn besonders stolz. „Inzwischen liest er gern. Das ist eines meiner größten Verdienste“, sagte Geschwindner und schmunzelte.

An diesem Abend an der Universität Hohenheim in Stuttgart lachte der frühere Kapitän der deutschen Basketballer viel und oft. Seine Rolle als Anekdotenerzähler füllte Geschwindner bei einer Gesprächsrunde mit sichtlicher Freude aus.

Kostprobe? Kurz nach dem Gewinn der Meisterschaft feierte Nowitzki seinen 33. Geburtstag. Obwohl viele Spieler schon die Stadt verlassen hatten, wollte Geschwindner die Party nicht ausfallen lassen. Also lud der Querdenker aus Hessen zum „Dinner for 41“ - 41 Gäste zu Ehren von Nowitzki. Darunter auch Größen abseits des Sports wie Medizin-Nobelpreisträger Al Gilman. „Das war eine witzige Erfahrung. Es hat perfekt funktioniert“, meinte Geschwindner zu seiner Gästeliste. „Es gehört mehr dazu als nur Bälle zu dribbeln.“

Nowitzkis Privattrainer Holger Geschwindner
Nowitzkis Privattrainer Holger Geschwindner
Foto: dpa

Vor allem, wenn man auch abseits des Parketts zu einer Persönlichkeit reifen will. Geschwindner, der selbst Mathematik und Physik studiert hat, betreut Nowitzki seit 1995 und ermahnte ihn stets über den Tellerrand zu blicken. Dazu zählt der Jazz, Vorlesungen von Carl Friedrich von Weizsäcker oder eben die Literatur. „Der Holger ist für mich ein Genie“, sagte Nowitzki. „Und Genies sind ja teilweise dem Wahnsinn nahe.“

Neun Jahre hat Geschwindner als Junge in einem christlichen Internat im hessischen Laubach verbracht. Dort lernte er notgedrungen selbst, über den Tellerrand zu blicken. „Man wird dressiert. Man soll Antworten auf Fragen finden, die man gar nicht hat“, sagte er und musste wieder lächeln, denn irgendwie hat er bei Nowitzki in jungen Jahren ja selbst viele Fragezeichen ausgelöst. (dpa)

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