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DTM: ARD-Kritik stört Party in Bayern

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"Es liegt an uns, Helden zu kreieren" - BMW-Chef Jens Marquardt. Foto: dapd
Der kürzliche DTM-Triumph war allein schon Anlass zum Feiern genug, allerdings störte die ARD das fröhliche Treiben: Der Hofberichterstatter beklagte sich erstaunlich offen über die schlechten Quoten von 2012.  Von
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Maisach

Die letzte Dienstfahrt des Jahres war für DTM-Champion Bruno Spengler die reinste Gaudi. Gekonnt ließ der kanadische Profi-Rennfahrer am Samstag seinen nachtschwarzen M3 vor dem Hangar der BMW Driving Academy in Maisach auf der Stelle kreiseln. Die sogenannten Donuts waren passender Auftakt für den alljährlich Sportpokal des Konzerns, bei dem sich alles ein wenig um sich selbst, in diesem Fall um den weißblauen BMW-Propeller drehte. Der kürzliche DTM-Triumph war allein schon Anlass zum Feiern genug, allerdings mischte sich aus dem fernen Essen ein schriller Störton in die Motorenmusik.

Die ARD als Hofberichterstatter des als Sportveranstaltung getarnten Spektakels mit Premium-Tourenwagen beklagte sich erstaunlich offen über ihren Geschäftsbereich. Der Sender ist unzufrieden mit den 2012er Quoten, womöglich ist das eine Untertreibung. SWR-Sportchef Harald Dietz (51) hätte sich, wie er am Rande der Essener Motorshow erklärte, "mehr Akzeptanz gewünscht - ähnlich wie bei den Zuschauern vor Ort". Auf den Rennstrecken sollen die Besucherzahlen rund 20 Prozent über den Vergleichswerten der Saison 2011 gelegen haben, doch die ARD-Quoten sackten ausgerechnet im Comeback-Jahr von BMW in den einstelligen Bereich. Das "Erste" ermittelte eine Reichweite von 1,3 Millionen Zuschauern und 9,7 Prozent Marktanteil. Zum Vergleich: RTL generiert mit seinen Formel-1-Übertragungen bis zu zwölf Millionen Zuschauer und 44 Prozent Marktanteil.

Ein Dorn im Objektiv war Dietz vor allem der (BMW gewidmete) DTM-Showevent im Münchner Olympiastadion. "Der Zuschauer ist nicht so blöd, wie man manchmal denkt", sagte Dietz in Anspielung auf die sportlich sinnfreie Veranstaltung, die 2013 durch ein Rennen in Moskau ersetzt wird. Ganz so leicht wie diese Maßnahme dürfte den DTM-Machern die Reaktion auf eine weitere Fundmentalkritik der TV-Partners nicht fallen. Der Serie fehlen "die echten Typen" ätzte Dietz, ähnlich direkt äußerte sich in Maisach Ex-Pilot Manuel Reuter (50), seit 2007 Ko-Kommentator der ARD.

Der Mainzer sprach von "weichgespülten Interviews" der Fahrer und davon, dass ein Ralf Schumacher, "der hinten rumfährt, der DTM nichts bringt". Der ARD-Wunsch nach "neuen Helden" (Dietz) stieß beim BMW-Motorsportchef Jens Marquardt durchaus auf offene Ohren. "Es liegt an uns, Helden zu kreieren, wir müssen das alle zusammen regeln." Ein Anfang ist gemacht: der Franke Marco Wittmann (23), bisher Textfahrer, erhält das siebte BMW-Cockpit. Gesucht wird nun noch Fahrer Nummer acht.

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