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DTM auf dem Nürburgring: Wickens trotzt dem Eifelwetter

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Mercedes-Pilot Robert Wickens war in der Eifel der schnellste.  Foto: dpa
Bei typischem Eifel-Wetter mit starken Regenschauern hat Robert Wickens auf dem Nürburgring den ersten Sieg in seiner DTM-Karriere gefeiert. Derweil konnte Audi-Pilot Mike Rockenfeller einen weiteren Schritt Richtung Meistertitel machen.
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Nürburg

Die Sonne blitzte schon wieder durch die dunklen Regenwolken über dem Nürburgring, als Mike Rockenfeller den nächsten großen Schritt zu seinem ersten Meistertitel in der DTM machte. Nach einer Aufholjagd von Startplatz elf fuhr der Audi-Pilot als Vierter über die Ziellinie, hat dank der Ausrutscher der Konkurrenz nun bereits 35 Zähler Vorsprung in der Gesamtwertung - und das berühmt-berüchtigt wechselhafte Eifelwetter hatte bei seinem Heimrennen die Hauptrolle gespielt.

DTM: Die Regenschlacht am Nürburgring

"Es war ziemlich chaotisch, das beschreibt es wohl am besten", sagte Rockenfeller, der nur 40 Kilometer entfernt vom Ring in Neuwied aufgewachsen ist, in der ARD: "Dass es für mich noch so weit nach vorne gehen würde, hätte ich nicht mehr gedacht." Für Audis DTM-Leiter Dieter Gass war es gar das "spannendste und spektakulärste Rennen des DTM-Jahres", in dem Rockenfeller (29) auf nasser Strecke sogar nach dem Sieg gegriffen hatte. Doch den sicherte sich am Ende erstmals der junge Mercedes-Pilot Robert Wickens (Kanada) vor Augusto Farfus (Brasilien) im BMW und Christian Vietoris (Gönnersdorf/Mercedes). Kein Beinbruch für Rockenfeller, der seine Gesamtführung dennoch ausbaute.

Denn Titelverteidiger Bruno Spengler (Kanada) landete im BMW zum zweiten Mal in Folge nicht in den Punkten und wurde nur 14., Vizemeister Gary Paffett (England) musste sich gar mit dem 17. Platz zufriedengeben. Rockenfeller hat nach dem siebten von zehn Rennen bereits 106 Punkte auf dem Konto, neuer Zweiter ist Vietoris (71) vor Wickens (70). Erst dann folgt Spengler (67).

"Wir müssen trotzdem immer weiter arbeiten und schauen, was am Ende rauskommt", mahnte Rockenfeller. Die nächste Enttäuschung setzte es derweil für den früheren Formel-1-Piloten Timo Glock (Wersau/BMW), der nur 18. wurde. Dass das Wetter das Zünglein an der Waage sein würde, hatte sich angedeutet. Dunkle Wolken hingen über der Eifel, und pünktlich zum Start setzte in der Tat der Regen ein, alle Boliden waren jedoch mit Slicks ausgerüstet.

Entsprechend turbulent verliefen die ersten Runden. Rockenfeller kam noch in der ersten Kurve von der Strecke ab und fand sich weit hinten im Feld wieder, zahlreiche weitere Dreher auf der rutschigen Strecke sorgten noch in der ersten Runde für eine Safety-Car-Phase. Diese nutzte Rockenfeller, als erster Pilot ging er in die Box und holte sich die Regenreifen fast ohne Zeitverlust. In der Folge pflügte der Audi-Pilot durchs Feld, seine Markenkollegen leisteten keinen Widerstand, zudem war er den Konkurrenten auf Slicks auf der nassen Strecke in dieser Phase deutlich überlegen. Als auch die Konkurrenz wenig später die Reifen wechselte, lag Rockenfeller plötzlich vorn; da sein früher Reifenwechsel jedoch noch vor dem vorgeschriebenen Service-Fenster stattgefunden hatte, musste auch er noch zwei Pflichtstopps absolvieren. Erst als Vierter kam er nach dem zweiten Pflichtstopp auf die Piste zurück, der Weg war somit frei für Wickens. (sid)

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