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Europameisterschaft: Deutsche Hockey-Damen im EM-Finale

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Dank Torhüterin Kim Platten haben die deutschen Hockey-Frauen bei den Europameisterschaften in Boom ihren Siegeszug fortgesetzt und das Finale erreicht.  Foto: dpa
Dank Torhüterin Kim Platten haben die deutschen Hockey-Frauen bei den Europameisterschaften in Boom ihren Siegeszug fortgesetzt und das Finale erreicht. Das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders räumte Gastgeber Belgien mit 4:2 aus dem Weg.
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Boom

Als Kim Platten auch den vierten Penalty nicht ins Tor ließ und Deutschland damit zum fünften Mal in Serie in einem EM-Finale stand, gab es für die Hockey-Damen kein Halten mehr. Mit hochgerissenen Armen stürzten sie auf ihre Torfrau zu und fielen ihr jubelnd um den Hals. „Überragend“, meinte Spielführerin Julia Müller nach dem 2:0-Erfolg über Belgien im „Shootout“. Nach regulärer Spielzeit hatte es aus deutscher Sicht glücklich 2:2 (1:1) gestanden.

Im Europameisterschafts-Finale geht es für die stark verjüngte Auswahl von Bundestrainer Jamilon Mülders nun am Samstag in Boom gegen England, das Titelverteidiger Niederlande im Penaltyschießen 3:2 besiegte.

„Kim hat das ganze Turnier überragend gehalten. Das heute im Penalty-Schießen war ihr Job. Aber es ist einfach ein gutes Gefühl, sie zu haben“, sagte Mülders über die starke Münchnerin. Die parierte im Nervenspiel des Penaltyschießens dreimal und verkürzte beim vierten Versuch so geschickt den Winkel, dass an ihr kein Vorbeikommen mehr war. Da Maike Stöckel und Julia Müller dagegen die Nerven behielten, durften die deutschen Damen doch noch jubeln.

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Denn vor 3 500 Zuschauern hatten sie schon wie die Verliererinnen ausgesehen. Nach dem Eigentor der Belgierin Anne-Sophie de Scheemaekere (17.) traf Marie Mävers (68.) erst zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zum 2:2. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn die Belgierinnen uns abgeschossen hätten, aber wir haben letztlich doch noch die richtige Antwort gefunden“, stellte Mülders nach dem Happy End glücklich fest. Seine gefeierte Torfrau blieb lieber unbehelligt und bei ihren Kameradinnen in der Kabine.

Rechtzeitig vor Beginn des Semifinales hörte der Regen auf. Die DHB-Damen bestimmten anfangs das Tempo und hatten durch Stöckel (13.) und Hannah Gablac (14.) zwei gute Chancen. Im dritten Versuch gelang dann die Führung. Mit einer scharfen Hereingabe zwang Hannah Krüger die Belgierin de Scheemaekere quasi zum Eigent or, denn Eileen Hoffmann stand dahinter und hätte sonst wohl auch vollendet.

Belgien antwortete mit wütenden Angriffen und drängte den Gegner mehr und mehr in die eigene Hälfte. Anouk Raes (19.) schoss noch freistehend vorbei, doch Jill Boon (29.) traf per Stecher an Platten vorbei. Als Hoffmann nach der Pause den Ball vertändelte, lenkte Charlotte de Vos (40.) die Hereingabe hoch in den Torwinkel. Durch den erstmaligen Rückstand bei dieser EM ging die deutsche Ordnung im Spiel vorübergehend verloren, Belgien kam zu sehr guten Chancen. Doch die Deutschen schlugen zurück. Nach der ersten Strafecke rettete Marie Mävers ihr Team mit dem späten 2:2 ins Penaltyschießen. (dpa)

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