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French Open: Haas weiter, Nadal wackelt erneut

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Eine Runde weiter: Tommy Haas. Foto: AP/dpa
Tommy Haas steht in der dritten Runde in Paris. Der deutsche Tennis-Star setzte sich gegen den 15 Jahre jüngeren Jack Sock aus den USA problemlos durch. Turnierfavorit Rafael Nadal hatte dagegen wieder einige Probleme zu Beginn, siegte aber schließlich doch.
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Paris

Es dauerte fast 50 Minuten, ehe Tommy Haas am Duell der Generationen Gefallen fand. Einen Satz lang nervte ihn sein 15 Jahre jüngerer Widersacher Jack Sock dermaßen, dass Haas seinen Schläger wutentbrannt auf die rote Asche pfefferte.

Es sollte sein einziger Ausbruch bleiben, zu dominant gestaltete Deutschlands bester Tennisspieler das Zweitrundenmatch bei den French Open in Paris. Nach 2:17 Stunden gewann der 35-Jährige 7:6 (7:3), 6:2, 7:5 und könnte damit zum dritten Mal nach 2002 und 2009 das Achtelfinale des wichtigsten Sandplatzturniers der Saison erreichen.

Es war nicht so, dass der Altersunterschied zwischen Haas und Sock keine Rolle spielte, nur profitierte vor allem der Altmeister davon. Zu stürmisch agierte der Amerikaner nach dem Verlust des ersten Durchgangs. Wie eine Kopie des jungen Andy Roddick hämmerte der Qualifikant mit Aufschlag und Vorhand auf alle Bälle ein.

Tommy Haas parierte die Urgewalt weit hinter der Grundlinie zumeist taktisch klug. Auch wenn die Fehlerquote noch zu hoch war, in kritischen Situationen half dem Weltranglisten-14. sein starker Aufschlag. Nur einmal, zu Beginn des dritten Durchgangs verließ Haas für einen Moment die Konzentration. Erst vergab er drei Breakbälle, dann verlor er zum ersten und einzigen Mal seinen Aufschlag. 1:4 lag Haas in Rückstand, holte diesen unter dem Jubel der Fans jedoch wieder auf.

Djokovic wartet

Der ehemalige Weltranglistenzweite ist in Paris so beliebt wie selten ein Deutscher zuvor, das bekam er bereits im vergangenen Jahr zu spüren, als er durch die Qualifikation in die dritte Runde gestürmt war. Dort muss in diesem Jahr längst nicht Schluss sein. Am Samstag wartet auf Haas ein weiterer Amerikaner. Sowohl der an Position 19 gesetzte Hau-Drauf John Isner als auch Ryan Harrison sind machbare Aufgaben. Beim Blick auf die Auslosung kommt erst im Viertelfinale mit Novak Djokovic (Serbien) der erste Kracher.

Der Weltranglistenerste könnte zuvor auf Philipp Kohlschreiber (Augsburg/Nr. 16), den zweiten verbliebenen Deutschen, treffen. Am späten Nachmittag sollte das deutsche Damen-Trio Angelique Kerber (Kiel/Nr. 8), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 32) und Dinah Pfizenmaier (Bochum) bereits um den Einzug ins Achtelfinale spielen, auch am Freitag war jedoch wieder Regen über Anlage am Bois de Boulogne angekündigt.

Nadal mit Problemen

Erneut ungewohnte Probleme hatte derweil Rekordsieger Rafael Nadal. Der Titelverteidiger und siebenmalige Roland-Garros-Champion aus Spanien gab auch in der zweiten Runde gegen Martin Klizan (Slowakei) den ersten Satz ab und gewann erst nach 2:44 Stunden 4:6, 6:3, 6:3, 6:3.

Bereits in seinem Auftaktspiel hatte Nadal gegen den Deggendorfer Daniel Brands gewackelt und nur in vier Sätzen triumphiert. In der dritten Runde trifft der Turnierfavorit nun auf den an Position 27 gesetzten Italiener Fabio Fognini. (sid)

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