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Lisicki nach dem Wimbledon-Finale: „Es hat nicht sollen sein“

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Die andere hat die Schale: Sabine Lisicki (rechts) nach ihrer Niederlage gegen Marion Bartoli (links).  Foto: AP/dpa
Sabine Lisicki hat das Finale von Wimbledon deutlich gegen die Französin Marion Bartoli verloren. Nach dem Spiel ist die Troisdorferin zunächst kaum zu trösten, gibt sich aber direkt wieder kämpferisch. ksta.de hat die besten Zitate gesammelt.
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Wenn man auf dem Platz steht und man will, aber nichts geht - was ist das für ein Gefühl?

Sabine Lisicki: „Das ist enttäuschend. Denn man weiß, dass man es besser kann und wie gut man das ganze Turnier über gespielt hat, um ins Finale zu kommen. Man will das gerne noch mal abliefern, aber das war einfach nicht möglich.“

Warum?

Lisicki: „Der Weg ins Finale hat mehr Kraft gekostet, auch mental, als ich mir eingestehen wollte. Trotzdem war es ein so gutes Turnier mit so vielen harten Matches. Auf der anderen Seite des Tableaus sind so viele Spielerinnen rausgeflogen, bei mir sind alle dringeblieben, und ich musste sie schlagen. Ich musste mein bestes Tennis spielen, um ins Finale zu kommen.“

Sie waren vor dem zweiten Satz in der Kabine. Haben Sie dort Ihr Spiegelbild angeschrien?

Lisicki (lacht): „Nein. Das mache ich nicht. Ich habe mir gesagt, dass ich nichts mehr zu verlieren habe und dass ich versuchen soll, das Spiel zu genießen. Deswegen bin ich auch mit einem Schmunzeln zurückgekommen. Ich habe es wirklich versucht, aber es hat einfach nicht sollen sein.“

Aus der Traum: Sabine Lisicki kämpfte schon Mitte des zweiten Satzes mit den Tränen.  Foto: dpa

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Marion Bartoli nach dem Sieg zur Box geklettert ist?

Lisicki: „Ich habe nicht hingucken können, das war zu schwer für mich. Mir ging das Match noch einmal durch den Kopf.“

Wollten Sie zu viel und sind deswegen verkrampft?

Lisicki: „Nee. Ich habe mich super gefühlt vor dem Match. Ich habe allerdings sehr wenig geschlafen. Das ging einfach nicht. Wahrscheinlich vor Nervosität. Ich habe mich aber auf das Spiel gefreut. Ich denke, die Kräfte haben einfach nachgelassen, damit ging auch die Konzentration weg. Das geht Hand in Hand. Man ärgert sich dann auch mehr, weil man weiß, dass das Flüchtigkeitsfehler sind, die man das Turnier über nicht gemacht hat. Dass ich es hätte besser machen können, das hat mich traurig gemacht.“

Matchball, Ass, Match gewonnen: Marion Bartoli sinkt nach ihrem Sieg im Wimbledon-Finale auf die Knie. Foto: AP/dpa

Marion Bartoli hat nach dem Spiel gesagt, sie glaubt, dass Sie wieder ins Finale kommen und dann auch gewinnen. Ist dies das beherrschende Gefühl, welches Sie mitnehmen von diesem Turnier?

Lisicki: „Ja, mit dem Gefühl gehe ich. Wen ich auf dem Weg ins Finale alles geschlagen habe. Ich glaube, das war eine große Leistung. Die Siegerin vom vergangenen Jahr, die Finalistin auch, und dazwischen waren noch andere harte Matches. Das war super für mich und meine Entwicklung. Ich werde von Jahr zu Jahr besser und lerne sehr viel durch diese Erfahrungen. Ich bin mir sicher, dass mir die Erfahrungen von heute und der vergangenen beiden Tage für die Zukunft sehr helfen werden.“

Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Lisicki: „Ich werde mich erstmal gut erholen. Das ist jetzt das A und O. Den Körper ruhen lassen und Energie auftanken. Dann werde ich eine gute Vorbereitung auf die Hartplatzsaison machen und nicht zu früh in die Turniere einsteigen, um das Verletzungsrisiko niedrig zu halten.“ (dpa)

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