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NBA: Nowitzki-Coach verschärft den Ton

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Chef-Coach der Dallas Mavericks: Rick Carlisle. Foto: dapd
Rick Carlisle reagiert auf die Niederlagenserie der Dallas Mavericks und droht dem NBA-Team um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki mit Disziplinarstrafen und der Suspendierung vom Spielbetrieb.
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Dallas

Mit ungewöhnlichen Maßnahmen und offenen Drohungen ihres Trainers drängen die Dallas Mavericks um den deutschen Basketball-Superstar Dirk Nowitzki auf die dringend benötigte Trendwende. Nach der sechsten Niederlage in Serie soll die verschärfte Ansprache das erste Verpassen der NBA-Playoffs seit 13 Jahren verhindern. „Letzte Woche habe ich zwei Jungs im Training ins Gesicht geschrien, um meinen Standpunkt klarzumachen, und ich werde das wieder tun“, sagte Coach Rick Carlisle im Anschluss an das 86:111 gegen San Antonio. „Wenn ich anfangen muss, Spieler zu suspendieren, weil sie die Dinge auf dem Feld nicht ausführen, die sie tun sollen, werde ich das machen. Irgendwie müssen sich die Dinge ändern.“ Mit 19 Niederlagen aus 31 Saisonspielen liegt Dallas im Westen deutlich hinter den Playoff-Plätzen zurück.

Als ersten Erziehungsschritt verfügte Carlisle eine Änderung der Kleiderregeln. Nowitzki und Co. dürfen nicht mehr im lockerem Trainingsdress zu Auswärtsspielen reisen, sondern mussten sich beginnend mit dem Trip nach Washington in einen Anzug zwängen. Wer gegen den Dresscode verstößt, muss zahlen. „Und zwar richtig. Diese Mannschaft muss endlich für alle sichtbar ein Team werden“, sagte Carlisle.

Gegen den texanischen Erzrivalen aus San Antonio traf Nowitzki (34) drei seiner neun Feldversuche für nur acht Punkte. Dennoch sieht der Würzburger erstmals seit der Rückkehr nach seiner Knieoperation einen Aufwärtstrend: „Ich habe mich zehnmal besser gefühlt, obwohl ich es nicht zeigen konnte. Ich hatte viel mehr Pepp in meinem Antritt. Ich habe mich richtig bewegt, obwohl mein Wurf nicht wirklich funktioniert hat.“

Eine Woche nach seinem Comeback bei der 91:129-Klatsche in San Antonio konnte Nowitzki sein besseres Gefühl noch nicht mit Taten auf dem Feld untermauern. In der ersten Halbzeit unterlief ihm sogar ein Air-Ball: Ein Drei-Punkte-Versuch des Würzburgers nach einem Schnellangriff verfehlte den gegnerischen Ring. „Er ist nicht Dirk Nowitzki, einer der größten Spieler, die je gespielt haben. Er wird Zeit brauchen“, sagte Spurs-Trainer Gregg Popovich.

Den Wechsel seines eigenen Coaches in den Panik-Modus wertete Nowitzki als „ein wenig aggressiv“, nahm sich und seine Teamkollegen aber in die Pflicht. „Es fängt mit den Spielern an. Wir sind nicht so talentiert wie die Topteams, das ist offensichtlich. Also müssen wir das wettmachen, härter spielen, rebounden.“ Bester Werfer in der enttäuschenden Mavericks-Mannschaft war Aufbauspieler Darren Collison mit 18 Punkten. Für San Antonio traf der Franzose Tony Parker mit 21 Zählern am besten, der Argentinier Manu Ginobili erzielte 20 Punkte.

Das Top-Team der Liga sind dank ihres 17. Sieges in Serie weiter die Los Angeles Clippers. Die Kalifornier gewannen zu Hause 107:96 gegen die Utah Jazz. Mit 16 Erfolgen im Dezember gelang dem Ortsrivalen der weitaus berühmteren Lakers erst als drittem Klub in der NBA das Kunststück, einen kompletten Monat ohne Niederlage zu bleiben. (dpa, sid)

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