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NBA: Nowitzki ist kein Allstar mehr

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Mavericks-Star Dirk Nowitzki.  Foto: AP
Zum ersten Mal seit elf Jahren ist Dirk Nowitzki nicht beim Allstar-Game der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA dabei. Erst war der Mavericks-Kapitän bei der Fan-Wahl durchgefallen, jetzt verzichteten auch die Trainer auf ihn.
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Dallas

Dirk Nowitzki ist nur Zuschauer, wenn der Zirkus kommt. Dabei hätte es der Würzburger diesmal nicht weit gehabt. In Houston, nur 390 Kilometer von Dallas entfernt, findet in diesem Jahr das Allstar-Game der NBA statt - aber Nowitzki darf nicht mitmachen. Erstmals seit elf Jahren fehlt der 34-Jährige im Showspiel zwischen Osten und Westen, doch sein Frust hält sich schon wegen der schwierigen Situation bei den Mavericks in Grenzen.

„Es ist natürlich enttäuschend, dass die Serie zu Ende ist. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Mavs in all diesen Jahren zu repräsentieren“, sagte Nowitzki, als die Entscheidung gefallen war. Der deutsche Basketballstar wurde nicht von den NBA-Trainern in die Reserve berufen, dabei hatte es Nowitzki seit seinem Debüt im Jahr 2002 stets über diesen Weg in die Auswahl der Western Conference geschafft.

Der Grund dafür ist einfach, Nowitzki ist nicht der Alte. Noch nicht, nach seiner Knie-Operation und der damit verbundenen Pause ist der frühere MVP noch immer ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt. 27 Spiele hat Nowitzki zu Saisonbeginn verpasst, seitdem kommt er im Schnitt auf 13,9 Punkte. „Allstar-Break“ bedeutet diesmal wirklich Pause, Nowitzki kommt das ganz gelegen.

Denn der Nationalspieler hatte zuletzt immer wieder betont, dass die Mavericks nach dem Ost-West-Duell am 17. Februar noch einmal richtig angreifen wollen. Das ist auch bitter nötig, denn trotz eines Aufschwungs liegt Dallas noch immer weit hinter den Play-off-Plätzen zurück. Nowitzki droht ein ganz mageres Jahr.

Der verlorene Status des Allstars ist die erste spürbare Konsequenz aus den großen Problemen. „Es ist wegen der Verletzung eine schwierige Saison für mich“, sagt Nowitzki. Aus der unfreiwilligen Freizeit will er das Beste machen. Da in der Liga auch vor und nach dem 62. Allstar-Game einige Tage nicht gespielt wird, bietet sich eine seltene Chance zur Regeneration. „Ich werde wieder für den zweiten Teil der Saison aufladen“, sagt Nowitzki. Die Beine will er dabei nicht hochlegen: „Ich werde natürlich auch an mir arbeiten.“

Mehr als ein Jahrzehnt war Nowitzki beim Auftritt der besten NBA-Profis eine feste Größe. Elfmal wurde er von den Trainern aufgestellt, zweimal (2007, 2010) stand er nach Absagen anderer Spieler sogar in der „Starting Five“. Jetzt ist Nowitzki nur noch ein „Allstar der Herzen“. Ob er jemals wieder beim Spektakel aufläuft, ist fraglich.

Statt Hektik steht Training auf dem Programm

Statt Hektik in Houston steht also Training in Dallas auf dem Programm. In der schwierigen Phase genau das Richtige, das glaubt auch Teamkollege Vince Carter. „Er sollte sich einfach ausruhen“, sagt der Routinier. Sorgen um seinen wichtigsten Mitspieler macht sich „Air Canada“ keine: „Ich glaube nicht, dass er sich darüber ärgert. Er macht sich viel mehr Gedanken darüber, wie er für die zweite Hälfte der Saison in Schwung kommt.“

Auch Carter wurde wie alle anderen Spieler der Mavericks nicht ausgewählt. Zum ersten Mal seit 2000 ist kein Profi aus Dallas am Allstar-Weekend dabei. Für den Westen sitzen LaMarcus Aldridge (Portland Trail Blazers), Tim Duncan, Tony Parker (beide San Antonio Spurs), James Harden (Houston Rockets), David Lee (Golden State Warriors), Zach Randolph (Memphis Grizzlies) und Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder) auf der Bank.

Für den Osten wurden Nowitzkis ehemaliger Mannschaftskollege Tyson Chandler (New York Knicks), Luol Deng, Joakim Noah (beide Chicago Bulls), Paul George (Indiana Pacers), Jrue Holiday (Philadelphia 76ers) und Kyrie Irving (Cleveland Cavaliers) nominiert. (sid)

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