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Oppenheim-Union-Rennen: Sieg des neuen Derby-Favoriten

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Adrie de Vries gewinnt auf "Ivanhowe". Foto: Rainer Dahmen
Große Freude bei Baron Georg von Ullmann: Der aus dem Gestüt Schlenderhan stammende Hengst Ivanhowe hat das älteste aller deutschen Galopprennen gewonnen. Der bislang ungeschlagene Nuntius war diesmal ohne Chance.  Von
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Köln

Nach einem Galopprennen nimmt man als Besitzer jeden Sieger aus dem eigenen Stall gerne in Empfang. Wenn es der neue Derbyfavorit ist, tut man das besonders gerne. Baron Georg von Ullmann strahlte am Sonntag auf der Kölner Galopprennbahn über das ganze Gesicht, als der aus seinem Gestüt Schlenderhan stammende Hengst Ivanhowe als Sieger des ältesten aller deutschen Galopprennen gefeiert wurde. In der 178. Austragung des Oppenheim-Union-Rennens (70 000 Euro) war Ivanhowe auf der 2200-Meter-Strecke am Ende eine Klasse für sich und entschied den wichtigsten aller Derbytests mehr als eindrucksvoll für sich. Unter Jockey Adrie de Vries war Ivanhowe, der beim dritten Start den zweiten Sieg schaffte, in der Union das dominierende Pferd, der großartig laufende Empoli (Andrasch Starke) und mit Orsello (Dennis Schiergen) ein weiterer Außenseiter landeten auf den Plätzen.

Rang vier blieb für Schulz vor Nuntius, der ungeschlagen ins Rennen gegangen war, über Rang sechs nicht hinauskam. Das bringt Ivanhowe nun die alleinige Favoritenposition für das Deutsche Derby (7. Juli in Hamburg) ein. Wilhelm Giedt trainiert Ivanhowe auf einer privaten Trainingsanlage des ältesten deutschen Privatgestüts in Bergheim. Für das 1869 gegründete Schlenderhan soll es Ivanhowe Wiener Walzer nachmachen, der 2009 das Doppel aus Union und Derby gewinnen konnte.

Da freute sich auch Baron von Ullmann (r.), Besitzer des Gestüts Schlenderhan. Foto: Rainer Dahmen

Schlenderhan-Besitzer Georg Baron von Ullmann brachte nach dem Sieg von Ivanhowe einen speziellen Punkt zur Sprache: „Wir wussten natürlich immer, dass das ein sehr gutes Pferd ist, wir haben allgemein sehr gute Pferde im Moment. Ivanhowe hat sicherlich geholfen, dass er zweijährig schon einmal gelaufen ist.“ In der Tat lief er im letzten Jahr einmal, wurde Zweiter. „Zu gewinnen ist dabei nicht wichtig, es hilft den Pferden aber in der Entwicklung. Wer zweijährig schon einmal gelaufen ist, hat einige Prozent Vorteil.“

Der Sieg im Preis der Oppenheim Vermögensverwaltung (20 000 Euro), dem Silbernen Band des Rheinlandes, ging an Lucarelli, einen schon sieben Jahre alten Hengst, der mit Jockey Lennart Hammer-Hansen ein spannendes Finish gegen Slowfoot für sich entscheiden konnte. Kurz vor dem Start wurde die Stute Albamara aus dem Silbernen Band wieder zurückgezogen. Die Rennleitung hatte festgestellt, dass die Stute hinten keine Eisen hatte. In England ist das erlaubt, in Deutschland verboten.
Nur knapp verloren hat im Zweijährigen-Rennen des Kölner Renntages der bunt gescheckte Hengst Silvery Moon gegen Gestüt Röttgens Sharin. In Deutschland hat noch nie ein Schecke ein Galopprennen gewonnen, beim nächsten Kölner Renntag am 13. Juli soll der nächste Versuch unternommen werden. „Wir sind mit ihm sehr zufrieden“, urteilte Kölns Rennvereins-Präsident Eckhard Sauren als Mitbesitzer von Silvery Moon.

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