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Tennis: Kohlschreiber schwört auf Naruto

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Der deutsche Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber setzt beim Grand-Slam-Turnier auf Nadal.  Foto: AFP
Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber glaubt fest an seinen Talismann Naruto und rechnet sich selbst große Chancen für den Power Horse Cup in Düsseldorf aus. Als Favoriten für den Sieg des Grand-Slam-Turniers sieht er Rafael Nadal.
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Köln

Philipp Kohlschreiber schwört auf seinen Talisman Naruto, setzt aber beim bevorstehenden Grand-Slam-Turnier in Paris ganz eindeutig auf Titelverteidiger Rafael Nadal. „Ich sehe ihn als größten Kandidaten für den Gewinn der French Open, weil er einfach der beste Sandplatzspieler ist, den es gibt“, sagte Davis-Cup-Spieler Kohlschreiber im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt (Samstagausgabe).

Er selbst rechnet sich trotz seiner Achtelfinal-Niederlage gegen den Niederländer Igor Sijsling beim Power Horse Cup in Düsseldorf einiges aus und glaubt nicht, dass „ich vor Begegnungen mit den Topspielern Angst haben muss“. Er sei seit seinem Zweitrunden-Aus im vergangenen Jahr in Paris „zu einem besseren, zu einem kompletteren Spieler“ geworden. Und außerdem ist da ja noch Naruto. „Ja, der liegt in meiner Tasche“, sagte Kohlschreiber über seinen Talisman, der ihn stets begleitet. Naruto ist ein Ninja-Kämpfer aus einer japanischen Manga-Serie. „Er ist ein Typ, der niemals aufgibt, egal, wie aussichtslos die Situation ist“, erklärte Deutschlands Nummer zwei: „Ich finde das beeindruckend. Obwohl es nur eine Serie ist, lässt sich davon vieles in den Sport übertragen.“

Beeindruckend ist auch das Comeback des siebenmaligen Paris-Gewinners Rafael Nadal, der nach monatelanger Verletzungspause ein grandioses Comeback gefeiert und in diesem Jahr bereits sechs Turniere gewonnen hat. Dennoch übt sich der Spanier vor den French Open in Zurückhaltung. „Ich bezeichne mich nie als Favorit. Das wäre arrogant und vermessen“, sagte der 26 Jahre alte Titelverteidiger in einem in der Kölner Rundschau veröffentlichten Interview. Kohlschreiber hat derweil im Rückblick auf seine vieldiskutierte Absage für das olympische Tennisturnier 2012 in London eigene Fehler eingeräumt.

„Das Olympia-Thema hätte ich sicher anders handhaben können, auch wenn meine Verletzung dadurch vielleicht schlimmer geworden wäre“, sagte der 29-Jährige. Es gebe „immer Sachen, die einen beschäftigen und die einem weh tun. Auch getroffene Entscheidungen, die im Nachhinein ein falsches Bild erzeugen, wie bei der Absage für Olympia.“ Er habe viel aus dieser Situation gelernt: „Aber ich war vorher auch kein Unmensch.“ Kohlschreiber hatte seinen Olympia-Verzicht seinerzeit unmittelbar vor Beginn des Turniers in einer verwackelten Video-Botschaft mitgeteilt und dafür massive Kritik von allen Seiten bekommen. „Sicher gibt es das eine oder andere, das man im Nachhinein anders machen würde“, sagte er nun. Es sei aber dennoch „gut, dass ich bin wie ich bin. Wichtig ist, dass man sich treu bleibt. Ich war immer ehrlich, und darauf kann ich stolz sein.“ Eine Lanze bricht Kohlschreiber in dem Gespräch für das deutsche Herrentennis. In der Weltrangliste der ATP sei er „die Nummer 18, Tommy (Haas, d. Red.) die Nummer 14, und das in einer Weltsportart, die so viele betreiben“. Es fehle einfach „die Richtigstellung, dass man nicht immer eine Nummer eins haben kann. Das deutsche Herrentennis wird zu oft schlecht geredet.“ (sid)

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