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Tournee-Finale: DSV-Adler überstehen schwierige Quali

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Severin Freund Foto: Bongarts/Getty Images
In der Qualifikation zum Tournee-Finale hat sich Severin Freund Steigerungspotenzial gelassen. 126 Meter bedeuteten nur Rang 25. Doch bei schwierigen Bedingungen kämpfte auch der Führende, zudem wurde das Springen von Stürzen überschattet.
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Bischofshofen

Eine krumme Spur, zwei Stürze und schwache Hüpfer der Favoriten: Die Qualifikation für das letzte Springen der 61. Vierschanzentournee in Bischofshofen ist wegen Problemen mit dem Anlauf zur Farce geworden. „Ich kann nicht sagen, was an der Anlaufspur war. Bei den Bedingungen muss man froh sein, dass die Schanze steht“, sagt der Gesamtvierte Severin Freund, der nur auf Rang 25 landete und am Sonntag (16.30 Uhr/ZDF) wie schon in Garmisch-Partenkirchen den Wettbewerb eröffnen muss.

Auch der Gesamtführende Gregor Schlierenzauer bekam die Probleme zu spüren und landete mit 122,0 Metern sogar nur auf Platz 37. „Ich glaube, dass die Anlaufspur nicht gerade war. Das ist natürlich fatal. Ich hoffe, dass das morgen besser wird“, sagte der Österreicher, der mit einem Polster vom 10,7 Punkten auf Anders Jacobsen in den abschließenden Wettbewerb geht. Sein Verfolger aus Norwegen landete bei 130,5 Metern und wurde Sechster.

Nach stundenlangem Dauerregen zeigte sich auch der Landehügel nicht in bester Verfassung. Sowohl der Österreicher Manuel Fettner als auch der Russe Denis Kornilow gerieten nach der Landung aus dem Gleichgewicht, prallten auf die Schulter und blieben im Schnee liegen. Beide musste mit einem Schlitten aus dem Stadion gebracht werden. Bei Kornilow gab es kurz nach der Qualifikation Entwarnung, bei Fettner sieht es nicht ganz so gut aus: „Manuel ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Er hat eine Verletzung am Ellenbogen, unser Arzt kann einen Bruch nicht ausschließen“, sagte Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner.

Das deutsche Team durfte daher froh sein, alles sechs Adler ohne Probleme in den Wettkampf gebracht zu haben. Bester DSV-Starter war überraschend Michael Neumayer (Berchtesgaden), der mit 137,0 Metern sogar den weitesten Sprung der Qualifikation zeigte und Rang vier belegte. „Ich bin sehr froh über meinen Sprung, so will ich morgen springen“, sagte der 33 Jahre alte Neumayer.

Ebenfalls am Sonntag dabei sind Andreas Wellinger (Ruhpolding), Richard Freitag (Aue), Andreas Wank (Oberhof) und Martin Schmitt (Furtwangen), die den Tag auf den Rängen 7, 10, 21 und 32 beendeten. „Der Hügel war heute aufgrund des Wetters wellig und grenzwertig“, meinte Schmitt. Der zweitplatzierte Jacobsen richtete derweil eine Kampfansage an Schlierenzauer. „Ein Sprung, ein einziger Fehler kann alles entscheiden. Im Skispringen kann alles passieren“, sagte der „fliegende Wikinger“, sein Cheftrainer Alexander Stöckl ergänzte: „10,7 Punkte Rückstand ist nicht wenig für Anders.

Aber nichts ist unmöglich, mal schauen, ob er noch überholen kann.“ Spannend wird es am Sonntag auch für Severin Freund, der auf Platz vier nur 1,2 Punkte hinter dem Dritten Tom Hilde (Norwegen) liegt. Der Niederbayer kann als erster Deutscher seit fünf Jahren wieder einen Podestplatz in der Gesamtwertung holen. Hilde zeigte allerdings eine starke Qualifikation und wurde Dritter. (sid)

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