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Badeunfall im Genovevabad: Ermittlungen gegen den Lehrer

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Die elfjährige Meva ist beim Schulschwimmen im Genovevabad in Mülheim leblos im Wasser gefunden worden. Foto: Arton Krasniqi
Nach dem schweren Unfall beim Schulschwimmen im Genovevabad in Mülheim ermittelt die Mordkommission gegen den Lehrer. Ein elfjähriges Mädchen war leblos im Wasser gefunden worden. Sie musste reanimiert werden und schwebt in Lebensgefahr.  Von 
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Mülheim

Ein elfjähriges Mädchen schwebt nach einem Badeunfall im Genovevabad in Mülheim in Lebensgefahr. Das Kind aus einer Förderschule war am Donnerstagmorgen um kurz nach zehn Uhr beim Schulschwimmen untergegangen. Es soll fast zwei Minuten in 3,50 Meter Tiefe gelegen haben, ehe ein Betreuer es entdeckte, aus dem Wasser zog und reanimierte. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Verletzung der Aufsichtspflicht gegen den Lehrer der Klasse. Er - und nicht etwa die Mitarbeiter des Schwimmbades - trägt während des Schwimmunterrichts die Verantwortung für seine Schüler.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, schwamm die Elfjährige mit einer Freundin auf der äußersten Bahn rechts. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich Kinder verschiedener Klassen und Schulen in dem Becken auf. Zur Gruppe der Elfjährigen gehörten zwölf weitere Schüler.

Ein elfjähriges Mädchen ist beim Schulschwimmen im Genovevabad in Mülheim leblos im Wasser gefunden worden.
Ein elfjähriges Mädchen ist beim Schulschwimmen im Genovevabad in Mülheim leblos im Wasser gefunden worden.

Etwa auf der Hälfte der Strecke, dort, wo das Wasser am tiefsten ist, verließen das Mädchen offenbar die Kräfte. Während seine Freundin weiterschwamm, soll sich das Kind zunächst am Beckenrand festgehalten haben, dann aber womöglich abgerutscht und unbemerkt von den anderen untergetaucht sein. Knapp zwei Minuten später soll ein sogenannter Schwimmhelfer auf den leblosen Körper am Grund des Beckens aufmerksam geworden sein. Der Mann - ein speziell ausgebildeter Schwimmer - unterstützt als freier Mitarbeiter Lehrer beim Schwimmunterricht und ist ihnen unterstellt. Er sprang ins Wasser, zog das Mädchen aus dem Becken und reanimierte es. Dabei half ihm die Lehrerin einer anderen Klasse.

Wo sich der Lehrer der Elfjährigen aufhielt und warum er nicht bemerkt hatte, dass das Mädchen untergegangen war, ist noch unklar. Ob ihn womöglich eine Schuld trifft, ermitteln nun Beamte einer Mordkommission. Die Experten sind grundsätzlich zuständig für Ermittlungen, bei denen die Opfer ums Leben gekommen sind oder lebensgefährlich verletzt wurden.

Die Feuerwehr entsandte einen Rettungshubschrauber mit einem Notarzt zum Genovevabad an der Bergisch Gladbacher Straße. Ein Rettungswagen brachte die Elfjährige in ein Krankenhaus. Die Polizei informierte die Eltern. Auch am späten Nachmittag konnten die Ärzte noch keine Entwarnung geben. „Das Mädchen schwebt weiterhin in Lebensgefahr“, berichtete ein Polizeisprecher. Berthold Schmitt, Chef der städtischen Köln-Bäder GmbH, zu der das Genovevabad gehört, äußerte sein „großes Bedauern“.

Während die Ärzte in der Klinik um das Leben der Schülerin kämpften, kümmerten sich Betreuer des schulpsychologischen Dienstes um ihre geschockten Mitschüler. „Auch am Freitag werden die Psychologen in der Schule sein“, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung.

Das Genovevabad wurde direkt nach dem Unfall vorübergehend geschlossen. Noch in der Badehalle befragten Polizisten erste Zeugen. Die Vernehmungen sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

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Tim Stinauer
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