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Badeunfall im Genovevabad: Lehrer sagt bei der Polizei aus

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Ein elfjähriges Mädchen ist beim Schulschwimmen im Genovevabad in Mülheim leblos im Wasser gefunden worden. 
Das elf Jahre alte Mädchen, das während des Schwimmunterrichts im Genovevabad leblos im Wasser gefunden wurde, schwebt weiter in Lebensgefahr. Nun hat die Polizei den Schwimmlehrer vernommen, der zum Unfallzeitpunkt Aufsicht hatte.  Von 
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Nach dem Badeunfall im Genoveva-Bad in Mülheim am Donnerstag schwebt das elfjährige Mädchen weiterhin in Lebensgefahr. „Der Gesundheitszustand ist unverändert“, sagte Polizeisprecherin Dorothe Goebel. Die Polizei ermittelt gegen den Lehrer des Kindes wegen fahrlässiger Körperverletzung. Er hatte die Aufsicht über die 13-köpfige Klasse einer Förderschule, als die Elfjährige unbemerkt untergegangen war. Fast zwei Minuten später entdeckte ein zum Schwimmhelfer ausgebildeter Betreuer das Kind am Beckengrund in 3,50 Meter Tiefe.

Der Zeitung „Hürriyet“ sagte der türkische Vater der Schülerin, ihn kümmere im Augenblick nicht, wer die Schuld trage. „Mir geht es nur darum, dass mein Mädchen wieder gesund wird.“ Obwohl seine Tochter eine Förderschule besuche, sei sie weder körperlich noch geistig beeinträchtigt.

Ursache bleibt unklar

Am Freitag hat die Polizei den beschuldigten Lehrer vernommen. Einzelheiten gab die Behörde nicht preis. Somit bleibt vorerst unklar, warum der Lehrer nicht bemerkt hatte, dass die Schülerin unterging. Der Schwimmhelfer hatte sie aus dem Becken gezogen und reanimiert. In der Klinik wurde sie in ein künstliches Koma versetzt.

Laut Erlass des Kultusministeriums ist beim Schwimmen für maximal 15 Schüler ein Lehrer als Aufsichtsperson vorgesehen. Die Vorschrift wurde im vorliegenden Fall eingehalten. „Der Kollege macht jetzt die Hölle durch“, sagte der Lehrer einer anderen Förderschule dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Auch er gibt Schwimmunterricht. Häufig höre er den Vorwurf, er habe als Schwimmlehrer ein „laues Leben“, müsse keinen Unterricht vorbereiten, keine Klausuren korrigieren, stehe nur am Beckenrand. „Aber das ist falsch. Die Belastung ist sehr hoch, man ist ständig angespannt“, schildert er. Alle zehn Minuten zähle er seine Schüler durch. „Es ist schwer, die Übersicht zu behalten, vor allem, wenn die Kinder herumtoben und kreuz und quer schwimmen.“

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Tim Stinauer
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