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Bahn-Übergang: Kein Aus für Gefährliche Abkürzung

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Weil kein Weg für sie entlang der Straße verläuft, überqueren viele Fußgänger und Radfahrer trotz Verbots die S-Bahn-Gleise. Foto: Schäfer
Politiker fordern einen sicheren Fuß- und Radüberweg an der Wasserwerkstraße in Holweide. Bereits seit Jahren sparen sich viele Anwohner einen 400 Meter langen Umweg, indem sie eine Abkürzung über die Gleise nehmen - trotz Verbots.  Von
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Holweide/Höhenhaus

Es gibt Abkürzungen, die sparen zwar Zeit, können aber genauso gut lebensgefährlich sein. Zwischen der Wasserwerkstraße in Holweide und dem Thuleweg in Höhenhaus gibt es eine solche. Um etwa 400 Meter Weg zu sparen, auf denen sich die Straße unter der S-Bahnstrecke Köln-Bergisch Gladbach hindurch schlängelt, nehmen viele Anwohner seit vielen Jahren die Abkürzung über die Gleise – trotz Verbots. Ein Trampelpfad entstand. Mülheims Bezirksvertreter sehen einen fehlenden Fuß- und Radweg entlang der Straße als eine Ursache dafür und forderten auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dessen unverzüglichen Bau.

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„Als ich 2004 erstmals in die Bezirksvertretung gewählt war, führte mich mein erster Ortstermin zu diesem Straßenabschnitt“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Lünenbach, der mit Winfried Seldschopf (Grüne) den Antrag einreichte: „Damals haben alle gesagt: Oh Gott, wenn da nicht einmal etwas passiert.“ Getan habe sich bis heute nichts. Stephan Krüger (CDU) erinnerte daran, die gleiche Forderung vor vier Jahren erhoben zu haben. Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs, mehr als 20 Jahre im Amt, bestätigt: „Das Thema beschäftigt uns, seit ich mich erinnern kann.“

Das Problem ist bekannt

Dabei sei angesichts der Gefahren Eile geboten. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik ist sich des Problems bewusst. „Wir haben das schon lange im Auge“, so Verkehrsplanerin Angela Stolte-Neumann. Doch seien der Stadt die Hände gebunden. Die Wasserwerkstraße und ihre Fortsetzung seien als Landesstraße 73 im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Straßen NRW. „Wir haben den Regionalrat des Regierungsbezirks – die Vertretung der Landkreise und kreisfreien Städte – mehrmals auf dieses Problem hingewiesen.“ Der entscheide, welche Wege zuerst gebaut würden.

Auch Laurenz Braunisch, Sprecher des Landesbetriebs, macht wenig Hoffnung. Es gebe wenig Geld und man setze Prioritäten. 2013 liegen die beim Dünnwalder Mauspfad zwischen Wildpark und Am Weidenbruch sowie einem Weg in Thenhoven. „Eine Realisierung in 2013, wohl auch in 2014, ist damit ausgeschlossen.“

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