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Baustelle: Frankfurter Straße wird zum Nadelöhr

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Das Nadelöhr Frankfurter Straße. 
Am Montag beginnt die Sanierung der Frankfurter Straße, die Hauptverkehrsachse wird dann für ein Jahr zur Einbahnstraße. Die Stadt lässt den Abschnitt zwischen Mülheimer Bahnhof und Wiener Platz umgestalten.  Von
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Von kommendem Montag an wird die Frankfurter Straße zum Nadelöhr. Etwa ein Jahr lang lässt die Stadt den Abschnitt zwischen Mülheimer Bahnhof und Wiener Platz umgestalten. Autofahrer müssen in dieser Zeit einige Kröten schlucken: Die Hauptverkehrsachse, die mit Geldern des Programms Mülheim 2020 zur „Flaniermeile“ ausgebaut wird, mutiert zur Einbahnstraße.

Je nach Baufortschritt gilt dies im besten Fall bis Herbst dieses Jahres, im schlimmsten bis Frühjahr 2014. Los geht das Sanierungsprogramm in der kommenden Woche mit Kanalarbeiten zwischen Graf-Adolf-Straße und Montanusstraße. Zeitgleich beginnen an verschiedenen Stellen die Straßenbauarbeiten. Ab Dienstag sind die ersten Bagger im Einsatz. Carsten Rickers vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik spricht von einem „kurzen schnellen Schmerz für die Verkehrsteilnehmer“, denn am

31. März 2014 müsse die hauptverantwortliche Baufirma mit allen Arbeiten fertig sein: „Wir haben alles getan, um die Maßnahme zu beschleunigen“, so Rickers.
Befahrbar ist die Frankfurter Straße ab Montag ausschließlich in nördliche Richtung. Wer in den Süden will, muss den Umweg über die Bergisch Gladbacher Straße und die Montanusstraße nehmen. Die Zufahrt zum Parkhaus in der Galerie Wiener Platz bleibt allerdings auch von Norden offen.

Wo noch ausgebaut wird

Weitere Straßenbauprojekte im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Mülheim 2020 starten ebenfalls in Kürze: Ab Montag wird die Buchheimer Straße saniert, während der sechsmonatigen Bauarbeiten kann es auch hier zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen.
Die Sanierung der Berliner Straße ist Ende Mai/Anfang Juni an der Reihe, die Erneuerung des Mülheimer Bahnhofs-Vorplatzes startet Mitte Juni. (cht)

Die Busse der KVB (Linien 151, 152, 153, 159, 190) aus nördlicher Richtung werden über die Genovevastraße, Eulenbergstraße, Mündelstraße und Montanusstraße umgeleitet. Die Haltestelle am Wiener Platz wird weiterhin angefahren. Radfahrer müssen Umwege über Parallelstraßen nehmen – entgegen der Einbahnstraße dürfen sie nicht fahren.

Das Projekt sei „insofern chaosgefährdet, als es eine stark befahrene Straße ist“, sagt Rickers. Besonders die umgeleiteten Autos aus dem Norden können zu Problemen in Straßen führen, in denen es jetzt noch ruhig sei. Da während der Bauzeit etwa die Hälfte der Parkplätze wegfalle, steige auch der Parkdruck in der Umgebung. Wer einen Stellplatz an der Frankfurter Straße findet, kann aber umsonst stehen: Die Parkautomaten sind bereits abgebaut, nur eine Parkscheibe muss sichtbar sein.
Die Fahrbahn der Frankfurter Straße wird künftig schmaler ausfallen, die Gehwege dafür breiter.

Außerdem ist ein Fahrradschutzstreifen geplant. Um Platz auf Gehwegen zu schaffen, werden Radständer und Bänke in zwei Meter breite Funktionszonen ausgelagert, in denen auch Parken oder Beladen möglich ist. Dort werden zudem Bäume gepflanzt. „Die Aufenthaltsqualität wird sich verbessern“, sagt Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs, der den Baustart begrüßt.

Der Zeitdruck sei groß: Bis Mitte 2014 müsse die Sanierung abgerechnet sein, damit die EU-Förderung nicht verfalle.
Der reine Straßenbau kostet zwei Millionen Euro, die Stadt, Mülheim 2020 und Anlieger zahlen. Hinzu kommen 600 000 Euro für neue Ampeln, die die Stadt finanziert. Künftig wird es auf der Frankfurter Straße nur vier statt sechs Ampel-Kreuzungen geben.

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