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Baustelle: Stillstand an der vergessenen Kreuzung

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Die Ampelmasten stehen schon, trotzdem ist noch immer eine provisorische Lichtanlage in Betrieb. Das ärgert Anton Henseler. Foto: Christ
Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Land verzögern die Arbeiten an Berliner Straße und Im Weidenbruch. Gerade der Umstand, dass die Ampel seit Monaten nicht funktioniert, sorgt für Ärger. Aber es ist ein Ende in Sicht.  Von
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Die Masten stehen, doch die Ampeln fehlen. Die Fertigstellung der neuen Kreuzung von Im Weidenbruch und Berliner Straße scheint nur eine Kleinigkeit zu sein. Alles wurde neu gestaltet, nachdem die angrenzende Autobahnbrücke im Zuge der A3-Verbreiterung im vergangenen Jahr ebenfalls neu gebaut worden war. Nur die Baustellenampel muss seit Sommer 2012 ihren Dienst tun - obwohl die Kreuzung eigentlich fertig ist. Das Provisorium sorgt für einen unaufgeräumten Eindruck, Kabel verbinden die Geräte überirdisch - liegen aber auch lose auf dem Boden herum.

Probleme bei der Abstimmung

An der KVB-Haltestelle zeigt die Fußgängerampel nur Rot, aber nicht Grün. „Es stimmt hinten und vorne nicht", ärgert sich Anwohner Anton Henseler. Auch die offenbar ausrangierten Schilder am Straßenrand bringen ihn auf die Palme: „Warum muss das monatelang so rumliegen?", fragt der 86-Jährige: „Es kümmert sich kein Schwein um die Kreuzung."

Im Amt für Straßen und Verkehrstechnik ist man über die Situation an der Kreuzung ebenfalls nicht erfreut. „Das ist besonders unschön gelaufen", sagt Mitarbeiter Dirk Schopen. Für Verzögerungen hätten Abstimmungsprobleme mit dem Landesbetrieb Straßen NRW gesorgt, der die Kreuzung nach der Autobahn-Baustelle wieder herrichten muss. Allein die Einigung über den Plan zur Markierung der Kreuzung habe ein dreiviertel Jahr in Anspruch genommen.

Ampel soll ab Mai funktionieren

Unstimmigkeiten habe es etwa über die Finanzierung der Noppenplatten gegeben, die die Stadt für Blinde an den Fußgängerübergängen einbauen lassen wollte. „Es hat unheimlich lange gedauert, bis wir zu einem Konsens gekommen sind", sagt Schopen. Dass die Ampelanlage noch nicht in Betrieb sei, hänge auch mit dem Frost der vergangenen Monate zusammen: In vereistem Boden sei es schwer, Kabel zu verlegen.

Vom Landesbetrieb Straßen war keine Stellungnahme zum Ampel-Problem zu bekommen: Der zuständige Bearbeiter sei derzeit nicht im Dienst, hieß es auf Anfrage. „Wir wollen endlich fertig werden", sagt aber Hans Schnitzler von der Kölner Außenstelle des Landesbetriebs. Die Kreuzung sei bereits seit Juli 2012 umgebaut, nur die Ampelanlage „auffallend spät dran". Er bestätigt Unstimmigkeiten mit der Stadt, aber die hätten die Fertigstellung nicht verzögert. Ein Ende des Provisoriums ist immerhin in Sicht: Laut Schopen soll die endgültige Ampelanlage ab Mitte Mai funktionieren.

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