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Do-it-yourself: Treffpunkt für Hobby-Schneider

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Insa Grützner (l.) und Gönül Gürley bereiten ein rosa Tunika-Schnittmuster vor. Foto: Schäfer
Nähen wird als Hobby in den letzten Jahren wieder beliebter. Und weil gemeinsam Nähen nicht nur mehr Spaß macht, sondern auch die Kreativität anregt und die eigene Technik verbessert, gibt es immer mehr Näh-Treffs - wie die Stitchbox in Mülheim.  Von
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Insa Grützner bereitet ein Schnittmuster vor. Sie will ihrer Tochter eine rosafarbene Tunika schneidern. Allerdings arbeitet sie nicht bei sich zu Hause, sondern im Nähcafé Stitchbox in der Biegerstraße. Hier bietet Gönül Gürbey interessierten Menschen Technik und Knowhow, um sich selbst etwas zu schneidern.

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„Auf die Idee, ein solches Nähcafé zu eröffnen, kam ich durch einen Bericht über zwei Französinnen, die das taten“, erzählt die Frau. Sie ist selbst ausgebildete Bekleidungstechnikerin und beherrscht alle Arbeitsschritte vom Zuschnitt bis zum Nähen. Bis zur Eröffnung des Nähcafés im Sommer 2012 arbeitete Gürbey in der Bekleidungsindustrie: „Ich betreute Kunden, kontrollierte Muster und saß den ganzen Tag am Computer.“ Das befriedigte sie aber nicht. Gürbey: „Ich bin eher der praktische Typ und wollte kreativ sein.“ Dabei hoffte sie, die so genannte Do-It-Yourself-Welle bringe ihr genug Kundschaft, um wirtschaftlich überleben zu können. Das gab für sie letztlich den Ausschlag, sich selbstständig zu machen: „Ich habe lange Zeit überlegt und mir irgendwann gesagt: Jetzt oder nie.“

Kurse gibt es morgens, mittags und abends

Insa Grützner, Isabell Gebhardt und Sadi Kalkan (v.l.) fühlen sich in der Stitchbox wohl.
Insa Grützner, Isabell Gebhardt und Sadi Kalkan (v.l.) fühlen sich in der Stitchbox wohl.
Foto: Schäfer

Momentan bietet Gürbey vier Kurse im Nähen an: Abends können sich Berufstätige darin üben, ein individuelles Kleidungsstück zu fertigen. Wer morgens Zeit hat, ist zu einem anderen Kursus willkommen. „Zusätzlich lade ich auch Teenies ein, mittwochs und freitags nachmittags das Schneidern zu lernen“, sagt die Inhaberin. Besonders freut sie sich, dass auch mehrere Männer zu ihren Kunden zählen.

Die Kurse finden zwei Mal pro Woche statt und dauern in der Regel fünf Wochen. „Die Leute lernen bei mir in Projekten, wie man einen Reißverschluss einnäht, wie man ein Kinderkleidchen fertigt oder wie der Zuschnitt funktioniert“, erklärt Gürbey. Am Samstag wiederum sei jeder willkommen, der die Technik – vom Schneidetisch bis zur Nähmaschine – gegen eine geringe Gebühr nutzen will. Kaffee, Tee und Mineralwasser stehen immer zur Verfügung, und alle Getränke sind im Preis inbegriffen. Insa Grützner beginnt, die einzelnen Teile des Schnittmusters für die Tunika mit der Schere auszuschneiden. „Ich habe zwar nähen gelernt, doch zu Hause komme ich nicht dazu, mich damit zu beschäftigen“, erklärt sie. Darum komme sie auch gern in die Stitchbox.

Gürbey und Gebhardt beraten

Gönül Gürbey hält Isabell Gebhardt (l.) Stoff für ein Miss-Piggy-Kostüm an.
Gönül Gürbey hält Isabell Gebhardt (l.) Stoff für ein Miss-Piggy-Kostüm an.
Foto: Schäfer

Nebenan beraten sich Gürbey und Isabell Gebhardt, wie sie eine Bahn pinkfarbenen Stoffs zu einem Karnevalskostüm verarbeiten können. Gebhardt: „Ich will in diesem Jahr als Miss Piggy gehen.“ Der Stoff solle allerdings nicht zu sehr zerschnitten werden, denn nach Karneval will die Mutter daraus etwas für ihre Kinder schneidern.

An einer anderen Nähmaschinen sitzt Klaudia Moczygemba und befestigt kleine Taschen an einem Kinderkleidchen. Sie berichtet, wie sie die neu erlernten Fertigkeiten nutzt: „Ich hatte hier mit einer Tasche angefangen und nähe seitdem auch viel zu Hause – vor allem für meine Kinder.“

Kontakt „Die Stitchbox“

Die Stitchbox, Buchheimer Straße 38/Eingang Biegerstraße, ist dienstags und donnerstags von 12 bis 20 Uhr, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Telefonisch ist Gönül Gürbey unter 0157/83 02 50 43 erreichbar.

Termine kann man auch über Facebook vereinbaren. (aef)

www.facebook.com/pages/Stitchbox/488158614536010

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