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Freizeit: Feste Jugendeinrichtung gefordert

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Der Jugendtruck des Sozialdienst Katholischer Männer. Foto: Schäfer
Jugendliche in Dellbrück müssen sich bisher mit mobilen Jugendangeboten zufrieden geben. Eine feste Freizeiteinrichtung gibt es nicht. Ende 2013 sollen auch die mobilen Angebote wegfallen. Wie es dann weiter geht ist noch unklar.  Von
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Dellbrück

Die Mülheimer Bezirksvertreter wünschen sich eine Jugendeinrichtung für Dellbrück. Bei Enthaltung der CDU stimmte das Gremium einstimmig für einen entsprechenden Antrag der Grünen. Bisher fehlt im Stadtteil eine feste Anlaufstelle für Jugendliche in ihrer Freizeit.

"Dellbrück ist ein wachsender Stadtteil, in den viele junge Familien ziehen. Aber ein offenes Angebot für Jugendliche sucht man hier vergebens", begründete Andrea Restle (Grüne) den Antrag. Ermutigt worden sei sie vom "Arbeitskreis Dellbrück", dem Vertreter von Parteien, der Kirchen, des Jugendamts, der Polizei und von Vereinen angehören. Nachdem Jugendliche in den vergangenen Jahren auf öffentlichen Plätzen wie An der Kemperwiese feucht-fröhliche Partys gefeiert hatten, was nicht nur in der unmittelbaren Nachbarschaft für Unmut sorgte, hatte sich der Arbeitskreis gegründet. Sein Ziel: Die Suche nach einem Ort, an dem sich Dellbrücker Jugendliche in ihrer Freizeit treffen können.

Eine feste Anlaufstelle für Jugendliche

Alexander Hübecker, Dellbrücker CDU-Bezirksvertreter, hält die Forderung der Mehrheit für keine gute Idee: "Die Stadt hat kein Geld und wird schon aus diesem Grund ablehnen." Und: Warum solle man den Menschen im Stadtteil Hoffnung machen, wenn der Wunsch am Ende nicht erfüllt werde? "Ich weiß, dass die Stadt bei der aktuellen Haushaltslage kein neues Jugendheim bauen kann", sagt auch Andrea Restle, die dennoch an ihrem Antrag festhält: "Ich will, dass die Stadtverwaltung darüber nachdenkt, ob man für wenig Geld etwas stetiges auf die Beine stellen kann." Zwar gebe es Angebote wie den Jugendtruck des Sozialdienstes Katholischer Männer (SKM), der an zwei Abenden in der Woche - dienstags und donnerstags - als Anlaufstelle diene oder Sport bei "Dellchill" des Dellbrücker Turnvereins in Kooperation mit den Katholischen Jugendwerken. Doch diese seien zeitlich bis maximal Ende 2013 begrenzt. "Eine Übergangslösung mit angesagtem Ende ist aber nicht genug", sagt Restle. Außerdem fehle ein Angebot an Wochenenden, wenn die Jugendlichen den größten Bedarf haben.

Auch Bezirksjugendpflegerin Petra Nöll plädiert für eine ständige Jugendeinrichtung im Stadtteil: "In Dellbrück gibt es nichts, wo Jugendliche sich treffen können." Zwar sei es ruhiger geworden, seit der TV Dellbrück, die katholischen Jugendwerke und der SKM mit ihren Angeboten präsent seien. Viele Jugendliche hätten dort angedockt und seien zu Stammbesuchern geworden.

Doch was, wenn es diese nicht mehr gibt? Nöll: "Wir würden uns einen gesamtgesellschaftlichen Gefallen tun, allen Jugendlichen etwas anzubieten." Die Mehrheit der jungen Menschen hätte nun einmal nicht genug Geld, um regelmäßig auszugehen.

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