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Ideenwerkstatt: Was wird aus dem KHD-Gelände?

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Asphaltflächen und alte Industriearchitektur wie der eckige Rundbau prägen das Bild auf dem Gelände an der Deutz-Mülheimer Straße.  Foto: Schäfer
Fünf Jahre lang war Stillstand, doch langsam rollen die Planungen für das alte KHD-Gelände wieder an. Es hat schon erste Bürgerversammlungen gegeben. Nun soll eine Ideenwerkstatt die Phantasien aller Beteiligten bündeln.  Von
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Nach fünf Jahren Pause ist die Entwicklung der Industriebrachen Euroforum und Alte Gießerei an der Deutz-Mülheimer Straße sowie der Umgebung des Mülheimer Hafens wieder stärker im Gespräch. Baudezernent Franz-Josef Höing stellte den Mitgliedern der Bezirksvertretung auf ihrer jüngsten Sitzung ein Konzept vor, das ein Planungsverfahren für den Mülheimer Süden beinhaltet. Mit einigen Änderungen stimmte das Gremium dem Konzept einstimmig zu.

Schon 2008 beschlossen die Bezirksvertreter, auf dem Gebiet eine Mischung von Wohnen, Büros, Handel und Gewerbe entstehen zu lassen. Zuvor stimmte der Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich für das „Rechtsrheinische Entwicklungskonzept – Teilraum Nord“, zu dem unter anderem dieses Areal gehört.

Mehr Gewerbe

Bei den Grundstücken handelt es sich um die etwa sechs Hektar große Industriebrache der früheren Gießerei. Es erstreckt sich zwischen Deutz-Mülheimer Straße und Auenweg, südlich von der Villa Charlier begrenzt. Das ebenfalls etwa sechs Hektar umfassende Euroforum Nord befindet sich westlich der Deutz-Mülheimer Straße, das Euroforum West jenseits der ICE-Trasse.

Die Planung ist bereits so weit vorangeschritten, dass sogar schon Bürgerversammlungen stattfanden. Es gab Vorstellungen auf dem ehemaligen Gießereigelände und im westlichen Bereich – in Richtung Hafen – mehr Gewerbe anzusiedeln. An der Deutz-Mülheimer Straße, gegenüber der Stegerwaldsiedlung, waren Wohnungen vorgesehen. Doch danach wurde es still. „Wir wollen nicht von vorn anfangen, aber mit allen Interessierten eine Gesamtperspektive entwickeln“, betonte Höing.

Mehr Wohnungen

Da das Gelände entwicklungsperspektivisch eine der interessantesten Lagen der Stadt sei, solle nicht nur mit dem reinen Verstand, sondern mit viel Phantasie geplant werden. Auch gehe es nicht darum, jeden Baustein einzeln zu betrachten, sondern ein ganzheitliches Projekt zu entwickeln. Das sei nur unter Einbeziehung möglichst vieler kompetenter Partner möglich.

Darum schlägt Höing vor, zwei unabhängige Teams aus externen Stadtplanern, Kommunalpolitikern und Eigentümern, sowie Investoren und interessierten Bürgern zu bilden. Die sollen sich von September bis November in Räumen der Künstlerkolonie Kunstwerk treffen, um ihre Vorstellungen zu entwickeln. Höing: „Ich stelle mir das vor wie ein offenes Atelier. Zwischenergebnisse sind für die Öffentlichkeit jederzeit abrufbar.“ Dazu gehöre unter anderem die frühere Forderung der Mülheimer Bezirksvertretung, auf dem Gelände Wohnungen zu bauen: „Wir wollen dort Wohnen etablieren, und zwar nicht homöopathisch.“ Im Dezember wolle er dann ein erstes belastbares Konzept vorstellen.

Mehr Hochwasserschutz

„Das kommt zur rechten Zeit. Schließlich haben die Eigentümer bereits selbst begonnen zu planen“, sagt Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs. Winfried Seldschopf und Andrea Restle aus der Grünen-Fraktion forderten, die Belange des Hochwasserschutzes – vor allem, wenn es um das Hafengelände gehe – gebührend zu berücksichtigen. Falls innerhalb der Hochwasserschutzzone gebaut würde, müssten Ersatz-Retensionsräume her. Thomas Portz (CDU) regte an, auch in Hafennähe Wohnungen zu bauen.

Die Bezirksvertretung forderte Höing auf, schon jetzt auch Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner einzubeziehen. Aus ihrer Mitte wählten die Bezirksvertreter Martina Albach (FDP), Alexander Lünenbach (SPD), Thomas Portz (CDU) und Winfried Seldschopf (Grüne). Die vier Politiker sollen in den Planungsteams mitarbeiten.

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