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Kasernengelände: Das Rätsel um die Dauer-Baustelle

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Anwohner Peter Groth vor dem halbfertigen Gebäude. Foto: Christ
Seit eineinhalb Jahren passiert an der Baustelle Ecke Bergisch Gladbacher Straße/Urnenstraße nichts. Was wird aus dem halbfertigen Ziegelsteinbau mit den verbretterten Öffnungen? Anwohner Ärgern sich über den „unschönen“ Anblick.  Von
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Dellbrück

Viel wissen selbst gut informierte Dellbrücker nicht über das Gelände an der Ecke Bergisch Gladbacher Straße/Urnenstraße. Nur, dass sich dort ein halbfertiger Ziegelsteinbau mit verbretterten Öffnungen befindet. Und dass dort früher das Casino der belgischen Kaserne stand. Vor zwei Jahren sei das Casino abgebrochen worden, sagt Anwohner Peter Groth: „Von morgens bis abends wurde gearbeitet.“ Dann sei mit dem Haus begonnen worden, aber irgendwann war Schluss. „Seit eineinhalb Jahren ist hier Feierabend“, so der 70-Jährige. Es gehe einfach nicht weiter auf der Baustelle, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Resten der ehemaligen belgischen Kaserne befindet.

Dort sind die Bundespolizei und das Zollkriminalamt untergebracht. Aber auch beim Zollkriminalamt weiß man nichts Näheres über das rätselhafte Anwesen: „Das ist nicht unsere Baustelle“, so eine Sprecherin. Groth ärgert sich über den „unschönen“ Anblick, den die Bauzäune seit zwei Jahren bieten. Und darüber, dass „kein Mensch weiß, was das für ein Gebäude ist“.

Behörde bringt Licht ins Dunkel

Ein bisschen mehr Licht ins Dunkel bringt die „Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BDBOS) in Berlin. Sie koordiniert den Aufbau des Digitalfunks für die Polizei von Bund und Ländern, Feuerwehren und andere Rettungsdienste. Ein Digitalfunk-Netz für alle Organisationen ist das große Ziel. Ein Sprecher der BDBOS teilte auf Anfrage knapp mit, dass das mysteriöse Haus an der Bergisch Gladbacher Straße ein Technikgebäude sei. Die Bauarbeiten seien wegen Planungsänderungen ins Stocken geraten, die wiederum neue Ausschreibungsverfahren notwendig gemacht hätten, mit deren Abschluss Anfang 2013 zu rechnen sei. Im Frühjahr 2013 würden die Bauarbeiten fortgesetzt.

Nicht nur Anwohner Peter Groth, auch der Dellbrücker Ratsherr Horst Noack hofft, dass es bald voran geht. Auch Noack bezeichnet die brach liegende Baustelle als „Schandfleck“.

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