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Kommentar zu Mülheim: Drei Wochen Stillstand, das geht nicht!

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Die Großbaustelle entlang der Frankfurter Straße beeinträchtigt nicht nur den Verkehr. Viele Geschäftsleute klagen seit Beginn der Arbeiten über Einbußen beim Umsatz. Foto: Schäfer
Großbaustellen, wie derzeit in Mülheim, stören immer, sind aber unvermeidbar. Dass die Einschränkungen durch drei Wochen Betriebsferien der Baufirma noch in die Länge gezogen werden, ist völlig unnötig. Anstoß, der Kommentar  Von
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In einem Punkt gleichen sich alle Baustellen: Sie stören. Zwar waren die Mülheimer Geschäftsleute schon lange informiert, was da auf sie zukommt. Doch nützen auch die besten Vorhersagen nichts: Erst in der Praxis erweist sich, wie sich die Baustellen auf den Kundenverkehr auswirken – und der scheint in diesem Fall drastisch einzubrechen.

Vor diesem Hintergrund war es gut, dass die Verantwortlichen des Strukturförderprogramms Mülheim 2020 die Geschäftsleute einluden, um sich über deren Schwierigkeiten zu informieren. Die Stadtverwaltung und die beiden Bauleiter sicherten zu, so schnell wie möglich zu arbeiten. Und das tun sie tatsächlich. Wer sich mit Baustellen auskennt, merkt: Hier wird nicht gekleckert, sondern im Eiltempo geklotzt.

Kaum Lösungen gegen Umsatzeinbrüche

Unrühmliche Ausnahme ist die Buchheimer Straße. Hier kommt es zu unnötigen Verzögerungen. Muss die Baufirma wirklich mitten im laufenden Projekt drei Wochen geschlossen in den Urlaub gehen und die Baustelle in dieser Zeit dicht machen? Die Veranstaltung zeigte aber auch, wie ernst die Verantwortlichen die Anliegen der Betroffenen nehmen: Das ging bis zur Preisgabe der Telefonnummer leitender Mitarbeiter. Somit dürfte die Grundlage zu konstruktivem Miteinander in den Bereichen Bauausführung oder Abstimmung über Sperrungen gelegt sein.

Kaum Lösungen scheint es dagegen für die Umsatzeinbrüche der Geschäfte zu geben: Zwar nahm man sich vor, mit Hilfe von Werbung klarzustellen, dass beispielsweise an der Frankfurter Straße weiter eingekauft werden könne. Doch was nützt Werbung, wenn Bauzäune potenzielle Kunden davon abhalten, die Einkaufsmeile überhaupt zu betreten? Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens ein harter Kern von Stammkunden zu seinen Händlern hält. Andererseits: Halten die Stadt und die ausführenden Firmen den Zeitplan ein, ist der Spuk in einem halben Jahr vorbei – dann können auch die Händler Mülheims wieder aufatmen.

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