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Kornspringer: Elegante Rösser und flinke Reiter

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Dressur- und Springturnier auf der Reitanlage in Dellbrück: Großer Besucherandrang am Dressurviereck. Foto: Koll
Rund 350 Teilnehmer und 550 Pferde haben am Dellbrücker Dressur- und Springreitturnier des Reitvereins Kornspringer teilgenommen. Egal ob Anfänger oder weit fortgeschrittener Reiter - für jeden gab es die passende Herausforderung.  Von
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Dellbrück

Nein, traurig will Marisa Hillbrandt nicht sein. „Lieber freue ich mich aufs nächste Turnier“, sagt sie. Ihre Hannoveraner-Stute Wild Passion hat die 19-Jährige da schon abgesattelt. Beim Dressur- und Springreitturnier ihres Vereins, den Kornspringern, war es für die beiden schlecht gelaufen: Nur sechs von zehn möglichen Punkten in der Dressurprüfung der Klasse A. „Aber im nächsten Monat sind wir auf drei weiteren Turnieren gemeldet – da greifen Passy und ich wieder an.“

350 Reiter haben sich bei den Kornspringern angemeldet. Sie messen sich in den Prüfungen unterschiedlicher Kategorien von Anfängern bis zu den weit Fortgeschrittenen in Dressur (Klasse M) und Springen (Klasse S). Am Start sind 550 Pferde. Insgesamt gab es 900 Nennungen, einige der Reiter treten in mehreren Prüfungen an.

Vereinsvorsitzender reitet nicht

Sechs Mal startet zum Beispiel Nina Heckmann, die Tochter des Vereinsvorsitzenden Karl-Heinz Heckmann, der nur Happy gerufen wird. „Das stammt noch aus meiner Schulzeit“, sagt er. „Meine Klassenkameraden nannten mich Hecki – als Abkürzung meines Nachnamens. Auf dem Fußballplatz hat dann einer Happy daraus gemacht, seither werde ich den Namen nicht mehr los.“ Das mache aber nichts, das passe zu ihm, er sei ein positiver Mensch.

Im Sponsorenzelt erzählt Heckmann auch, dass er selbst gar nicht reiten könne: „Ich bin nur einmal aufs Pferd, da hatte ich eine Wette verloren.“ Ich habe lediglich zwei Longen-Stunden zur Vorbereitung gehabt – dabei hält der Reitlehrer das Pferd an einer Leine, der sogenannten Longe. „Es folgte ein Schrittausritt, dann habe ich meine Reiterkarriere beendet“, sagt Happy. Was er wochenends häufig bedauere. „Denn wenn meine Frau und meine Tochter von ihren Ausritten heimkehren, sind sie ungeheuer ausgeglichen. Vielleicht sollte ich es doch noch mal probieren. Mit 53 bin ich ja noch jung genug dafür.“

Teenager mit 13 Jahren Reiterfahrung

Nina Minnik ist zwar erst 16 Jahre alt, hat ihrem Vereinsvorsitzenden aber 13 Jahre Reiterfahrung voraus. „Mit drei habe ich angefangen“, sagt sie. Bei dem Turnier zahlt sich das aus: In der A-Dressur startet Nina auf ihrem Deutschen Reitpony Carlotta de Luxe. Mutter Silvia fiebert vom Rande aus mit, filmt den Ritt – und ballt die Faust, als die Kampfrichter die Note 7,5 über die Lautsprecher bekanntgeben. „War irgendjemand besser?“, fragt die Mutter.

Sie applaudiert bei der Siegerehrung zunächst Josefine Koppehl vom Seeberger Reiterverein Oranjehof, denn sie lag mit 7,6 Punkten auf Simon vom Eichenhof Oldenburg knapp vor Nina und Carlotta von der Heimmannschaft. „Macht nichts“, sagt Nina. Sie strahlt unter ihrer schwarzen Reitkappe hervor. „Mit dem zweiten Platz hätte ich nie gerechnet, das war eine starke Konkurrenz.“

Alle Ergebnisse des Turniers auf der Internetseite des Vereins: www.kornspringer.com

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