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Kulturförderung: Stadt soll Kulturbunker unterstützen

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Stephan Sorkin (l.) übergibt Oberbürgermeister Jürgen Roters die Unterschriften zum Erhalt des Kulturbunkers. Er wird von CDU-Bezirksvertreter Christoph Schneider und Halil Aydemir (v.r.) begleitet. Foto: Schäfer
Der Vorstand des Kulturbunker-Trägervereins hat sich bei Oberbürgermeister Roters für eine weitere Förderung der etablierten Einrichtung eingesetzt und über 2600 Unterschriften überreicht. Entscheiden muss jedoch letztendlich der Rat.  Von
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Eine Mappe mit 2617 Unterschriften übergaben Stephan Sorkin und Halil Aydemir vom Vorstand des Kulturbunker-Trägervereins an Oberbürgermeister Jürgen Roters. Die Unterzeichner fordern die Stadt auf, die Einrichtung dauerhaft zu erhalten.

Vorausgegangen war eine heftige Debatte im Rat über Kürzungen im kulturellen Bereich, um die Sparziele der Stadt zu erreichen – der Kulturbunker stand auf der Kippe. Nach massiven Protesten von Bürgern und einem eindeutigen Votum der Bezirksvertretung für dessen Erhalt, hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Martin Börschel, vorgeschlagen, den Kulturbunker nicht wie bisher aus dem Kulturhaushalt, sondern aus dem Sozial-Etat zu fördern. Der Haushaltsausschuss stimmte für diesen Vorschlag und plante die jährliche Fördersumme von 80 000 Euro für 2013 und 2014 im Sozialhaushalt ein.

Bezirkspolitiker für Förderung

„Zwar scheint unsere Finanzierung nun mittelfristig gesichert, doch den Sekt machen wir erst auf, wenn der Rat endgültig abgestimmt hat“, sagt Sorkin. Im Übrigen sei er überrascht gewesen, wie einhellig die Mülheimer Bezirkspolitiker aller Fraktionen sich für die weitere Förderung der Einrichtung eingesetzt hätten. Doch um der Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, habe der Verein dennoch Unterschriften gesammelt. Er wies Roters auf die Bedeutung des Kulturbunkers hin: „Es ist die einzige kulturelle Einrichtung im Stadtbezirk, die obendrein weit über Mülheim ausstrahlt.“

So stammen rund 24 Prozent der Unterschriften aus dem linksrheinischen Köln, sechs Prozent aus dem Umland – und weitere 18 Prozent aus ganz Deutschland sowie dem Ausland. Sorkin: „Das haben wir der Röschensitzung zu verdanken, die seit vielen Jahren bei uns beheimatet ist.“ Deren Gäste kommen aus den USA, Luxemburg, aus Wien, Berlin, Hamburg oder Kiel. Unglücklich findet das Vorstandsmitglied die Lösung, das Haus künftig aus dem Sozialhaushalt zu fördern: „Wir sind eine kulturelle Einrichtung.“

Kulturbunker nicht mehr wegzudenken

Jürgen Roters nahm die Unterschriften dankend entgegen. „Der Kulturbunker hat sich über die Jahre hinweg etabliert und ist aus Mülheim nicht mehr wegzudenken“, bestätigt er. Nun müsse man sehen, wie er wirtschafte und vielleicht noch mehr Eigenmittel einwerbe.

Über eine Förderung entscheide aber letztlich der Rat und nicht er selbst. Vieles spreche allerdings dafür, dass dessen Entscheidung Ende April positiv ausfalle. Als welchem Topf finanziert werde, sei nebensächlich. Roters: „Woher das Geld kommt, steht nicht im Vordergrund. Hauptsache ist, der Kulturbunker ist gesichert.“

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