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Mehrsprachigkeit: Vielfalt der Ausdrucksformen

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Lisa Hellmich, Kargin Baran und Faisal Faqiri (v.l.) mit ihren Plakaten.  Foto: Schäfer
Das Bildungsbüro Mülheim hat Schülerplakate gekürt, die sich mit Mehrsprachigkeit auseinandersetzen. Schüler des Genoveva-Gymnasium haben ihre Entwürfe für den Wettbewerb eingereicht. Im Bezirksrathaus sind sie ausgestellt.  Von
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Wer mehrere Sprachen beherrscht, ist im Vorteil. Um das zu verdeutlichen, und um damit zu mehr Toleranz aufzurufen, hat das Mülheimer Bildungsbüro einen Plakatwettbewerb initiiert, in dem Schüler ihre Ideen zu den Vorteilen von Mehrsprachigkeit ausdrücken. Im Bezirksrathaus sind jetzt die drei Sieger bekanntgegeben worden.

Mehrsprachige Kitas und Schulen

„Ich habe einen italienischen Vater und eine polnische Mutter“, schildert Melisa Baio, eine von 16 Schülerinnen und Schülern des Genoveva-Gymnasiums, die ihre Entwürfe einreichten. Sie alle besuchen die Oberstufe und nehmen an dem Kunstkurs unter Leitung von Martin Klosterkötter teil. Melisa lernte von klein auf drei Sprachen: „Italienisch ist meine Vatersprache, Polnisch die Muttersprache – und Deutsch ist meine Schulsprache.“ Ihr Plakat zeigt sie selbst als Baby zwischen ihren Eltern sitzend und ihnen zuhörend. Nun wartet sie gespannt, ob sie unter den Preisträgern ist.

Bevor Mülheims Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs und Kai Sterzenbach, der Leiter des Mülheimer Bildungsbüros, die Siegerplakate enthüllen, betont Fuchs die Vorteile von Mehrsprachigkeit: „Sie ist ein Reichtum, der in einem Europa ohne Grenzen sehr geschätzt wird.“ Wer mehrere Sprachen beherrsche, habe in der modernen Gesellschaft deutlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten als jemand, der diesen Vorteil nicht aufweisen könne. Darum fördere das Bildungsbüro – ein Teil des Stadtentwicklungsprogramms Mülheim 2020 – alle Bestrebungen, zweisprachige Angebote in Kindertagesstätten und Schulen zu starten oder auszubauen.

Melisa gehört mit ihrem Entwurf am Ende nicht zu den Siegern. Eine Jury, der neben Fuchs Mitglieder des Veedelsbeirats sowie der Sparkasse Köln-Bonn, der Mülheimer Künstler Michael Koch und andere angehören, küren die Plakate von Lisa Hellmich, Kargin Baran und Faisal Faqiri zu den drei besten Entwürfen des Wettbewerbs.

Entwürfe stehen im Bezirksrathaus

So habe die Jury etwa bei Faisal Faqiri die Idee beeindruckt, dass er den Begriff Liebe in verschiedenen Abwandlungen sowohl in deutscher als auch in persischer Sprache gegenüberstelle. Alle 16 Entwürfe sind in den kommenden Wochen im Foyer des Mülheimer Bezirksrathauses (Wiener Platz 2) zu sehen. Die Siegerplakate wurden bereits in einer Auflage zu je 100 Exemplaren gedruckt und werden in Apotheken, Schulen, Spakassen-Filialen und Geschäften ausgestellt.

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