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Mülheimer Nacht: Für fünf Euro in Mülheim feiern

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Stellten Bilder aus im Salon: Friseur Oliver Humze (rechts) und Kabelmuster-Hersteller Dieter Siegers. Foto: Koll
Bei der Mülheimer Nacht verwandeln sich Läden im Stadtteil in Partylokale. Für 5 Euro erhalten die Besucher ein blaues Bändchen, dass Zutritt zu allen Veranstaltungen gewährt. Knapp 3000 Besucher nutzten die Angebote begeistert.  Von
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Volker Rhein und Judith Hensler sind neu hier, sie leben seit einem knappen Jahr in Mülheim. Nun stoßen sie an auf ihr Veedel im Café Rosenzeit an der Mülheimer Freiheit 2-4. Mehr als 100 Besucher drängen sich im Saal, tanzen zum Konzert der Hamburger Band Nervling. Für Rhein und Hensler ist es die zweite Station bei der vierten Mülheimer Nacht.

16 Gastronomen, Galeristen, Kleinunternehmer und Sozialbetriebe haben sich zusammengeschlossen, veranstalten Konzerte und Ausstellungen zwischen 20 Uhr und 3 Uhr. Die knapp 3000 Besucher – so viele waren es noch nie – können mit dem Shuttle-Bus zu den Stationen pendeln.

Andenken an die Nacht

„So viel Betrieb ist hier sonst das ganze Jahr nicht auf den Straßen“, sagt Silvia Beuchert, Chefin vom Café Jakubowski an der Mülheimer Freiheit 54. Sie steht am Eingang und verkauft für fünf Euro blaue Armbänder, die den Besuchern überall Zutritt gewähren. Zum vierten Mal organisiert Beuchert die Veranstaltung, aufgeregt sei sie immer noch. „Ich frage mich, ob alles klappt, ob es den Gästen gefällt.“ Entspannen könne sie erst, wenn der Letzte gegangen sei, und sie feiere mit ihrem Team in der Micro-Galerie an der Mülheimer Freiheit 142.

Dort legt Galerist, Fotograf und DJ Martin Schmitz House, Techno und Ambient auf in seinem 45 Quadratmeter großen Atelier, der wohl kleinsten Galerie im Stadtteil. Fotos aus Köln, Wien, Zürich und Brüssel hängen an den Wänden. Er verkauft die Bilder für 12 Euro. „Die sind schnell weg, die Fotos sind Andenken an die Nacht, die sich jeder leisten kann.“ Bilder von Kabeln zeigt Friseur Oliver Humze in der Haarbühne an der Dünnwalder Straße 40. Es sind Fotos aus dem Archiv des früheren Mülheimer Kabelherstellers Felten & Guilleaume. Archivar Dieter Siegers gehört seit vier Jahren zu Humzes Kunden, beim Schneiden kamen sie ins Gespräch, so entstand die Idee zur Ausstellung. Dass hier sonst ein Salon ist und keine Galerie, verraten nur die Waschbecken unterm DJ-Pult und der Duft des Schaumfestigers mit Kokosnote, der noch in der Luft liegt.

„Nette Leute, gute Stimmung, feine Musik.“

Ob es die Zugezogenen Rhein und Hensler bis hierher schaffen würden, wussten sie bei ihrer Station im Café Rosenzeit noch nicht. „Wir wollen uns durch die Nacht treiben lassen“, sagt Rhein. Sein Fazit nach den ersten Stunden? „Nette Leute, gute Stimmung, feine Musik.“ Partnerin Hensler fügt an: „Klasse, dass so etwas vor unserer Haustür stattfindet.“

www.muelheimernacht.de

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