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Naturschutz: Kampf gegen den Wildwuchs

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Die Klasse 6-2-1 der Willy-Brandt-Gesamtschule befreite die Dellbrücker Heide von Wildwuchs. Foto: Schäfer
Zusammen mit Aktivisten des Bundes für Umwelt und Naturschutz entfernen die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) aus Höhenhaus Wildwuchs in der Dellbrücker Heide. Seit drei Jahren ist die Schule Pate des Areals.  Von
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Dellbrück

André Moser und Marcel Demmer beschneiden die Büsche. Den Grünabfall sammeln sie und legen ihn auf einen Haufen. Sie und weitere Schüler der sechsten Klassen der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) Höhenhaus entfernen Wildwuchs in der Dellbrücker Heide. Dazu eingeladen haben der Bundesförster Dieter Neumann und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der die Patenschaft über das vor vier Jahren eingerichtete Naturschutzgebiet übernommen hatte.

„Wir schneiden die Büsche kurz, damit typische Heidepflanzen genug Licht bekommen und gedeihen können“, sagt André. Während des Unterrichts haben er und seine Mitschüler erfahren, dass dank ihrer Arbeit auch Lebensraum für Tiere erhalten bleibt, die nur in einer Heidelandschaft existieren können. Marcel Demmer: „So schützen wir die Natur.“

Auch der Regen stoppt die Schüler nicht

Mario Buglass ist Klassenlehrer der 6-2-1, in der auch die beiden Jungen lernen: „Wir haben mit dem BUND vereinbart, Patenschule für die Dellbrücker Heide zu sein.“ Seit drei Jahren kommen die Schüler aus Höhenhaus regelmäßig hierher, um Landschaftsschutz zu betreiben, „für sie ist das eine interessante Möglichkeit“, wie Buglass ergänzt.

André Moser (l.) und Marcel Demmer befreien die Heide von Wildwuchs.
André Moser (l.) und Marcel Demmer befreien die Heide von Wildwuchs.
Foto: Schäfer

Es beginnt zu regnen. BUND-Mitarbeiterin Gabriele Falk schlägt vor, abzubrechen. „Ihr könnt ja an einem anderen Tag wiederkommen“, sagt sie. Doch die Schüler machen weiter. Die Umweltaktivistin engagiert sich für die Dellbrücker Heide. „Ich wohne quasi hier“, sagt Falk.

Ihre Verbundenheit mit diesem ehemaligen belgischen Militärgelände unmittelbar neben dem Höhenfelder See zwischen Dellbrück und Dünnwald ist stark: Eine Hälfte der Heidefläche befindet sich in Bundeseigentum, die andere gehört der Stadt Köln. Seitdem das Gelände vor 18 Jahren von den belgischen Truppen aufgegeben wurde, habe sich eine große Artenvielfalt etablieren können. Gabriele Falk: „Heute nisten hier 30 Brutvogelarten – unter anderem Bodenbrüter. Und wir haben auch mehr als 400 Pflanzenarten gezählt.“
www.dellbruecker-heide.de

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