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SC Mülheim Nord: Verein bangt um seine Zukunft

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Betondeckel als Stolperfalle: Daniel Ropertz (l.) und Henry Kraemer sorgen sich um den Zustand ihrer Sportanlage in Mülheim.  Foto: Uwe Schäfer
Die Fußballer an der Rixdorfer Straße in Köln-Mülheim müssen auf einer maroden Anlage trainieren. Seit mehreren Jahren läuft ein Antrag, den Platz mit Mitteln aus dem Stadtentwicklungsprojekt Mülheim 2020 zu finanzieren.  Von
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Die Mitglieder des Sportclubs (SC) Mülheim Nord sind besorgt. Der Platz und dessen Umfeld an der Rixdorfer Straße bedürfen dringend einer Sanierung. Der Vorstand des Vereins hat jetzt die Jugendabteilung beauftragt, sich um das Problem zu kümmern. „Die Drainage auf unserem Hartplatz funktioniert nicht. Er steht oft unter Wasser“, berichtet Henry Kraemer. Er trainiert zwei der acht Jugendmannschaften. Das sei der Grund gewesen, bei der Stadt im Jahr 2012 einen Kunstrasen zu beantragen. Außerdem sei die Tribüne eine Unfallquelle: Die Platten lockerten sich. Eine Betonplatte am Spielfeldrand sei eine Stolperfalle.

Sanierungsantrag 2009 gestellt

„Ähnlich sieht es rund um das Vereinsheim sowie in der Zufahrt aus“, sagt Kraemers Trainerkollege Daniel Ropertz. Nach einem Platzregen stehe der gesamte Bereich tagelang unter Wasser. Außerdem sei die Zufahrt eine Katastrophe: Die Beleuchtung funktioniere nicht, überall liege wilder Müll und der Parkplatz sei eine Buckelpiste. Kraemer: „Mehrere Eltern, die eigentlich ihre Kinder bei uns anmelden wollten, haben schon kehrt gemacht.“

Was die beiden Jugendleiter erbost: Bereits seit 2009 läuft der Antrag, die Sanierung des Platzes mit Mitteln aus dem Stadtentwicklungsprojekt Mülheim 2020 zu finanzieren – passiert sei nichts.

„Die Zufahrt, der Parkplatz und die Fläche am Vereinsheim sollen gepflastert werden“, sagt der stellvertretende Bürgeramtsleiter Benjamin Aderholt. Die Planung stehe. Allerdings: „Trotz unseres Drängens hat die Bezirksregierung noch nicht bewilligt.“ Auf der Prioritätenliste der Stadt für Kunstrasen taucht der SC überdies weit hinten auf. Sportamtsleiter Dieter Sanden zeigt Verständnis: „Ich kann den Unmut verstehen. Doch viele Vereine haben ähnliche Probleme – etwa der SC Dünnwald oder der TuS Höhenhaus.“ Das Geld reiche aber nur, um pro Jahr vier der 160 Plätze mit Kunstrasen auszustatten. Sanden kündigt jedoch an: „Um Drainage und Tribüne kümmere ich mich.“

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