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Stadtpark Mülheim: Weiher-Reinigung wird teuer

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Der Mülheimer Adolf Kemmerling versteht nicht, warum der Weiher immer noch nicht gereinigt ist. Foto: Schäfer
Der Weiher im Mülheimer Stadtpark ist noch immer abgesperrt, um die Schlammschicht am Boden zu entfernen. Doch der Plan ging nicht auf. Nun soll ein Spezialunternehmen beauftragt werden - für eine fünfstellige Summe.  Von
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Adolf Kemmerling ist derzeit nicht gut auf die Stadtverwaltung zu sprechen. Der 79-Jährige geht täglich mit seinem Hund im Mülheimer Stadtgarten spazieren und findet dort seit etwa zehn Monaten einen Weiher vor, der keiner mehr ist. Die Schlammschicht am Boden ist inzwischen überwuchert. Rings um das künstliche Becken ist ein Zaun gezogen.

Rund 200 Kubikmeter Schlamm

Die Verwaltung wollte den Weiher austrocknen lassen – doch sogar in den heißen Sommerwochen stellte sich kein Erfolg ein. Die Stadt pflanzte Raps, der das Wasser entziehen sollte. Doch auch der Plan scheiterte. Die errechnete fünfstellige Summe zum Absaugen durch Spezialfahrzeuge stand allerdings bislang nicht zur Verfügung.

„Das stinkt mir seit dem vorigen Jahr zum Himmel“, schimpft das Mitglied der Bürgervereinigung Mülheim. Und er sei nicht der Einzige, dem dieser Zustand nicht gefalle: „Ich kenne hier viele Leute, und wir sind alle einer Meinung.“ Kemmerling verfolgte nicht nur die Berichterstattung in der Tagespresse, sondern wurde selbst aktiv. Er wandte sich an Bürgeramtsleiter Hans Oster und ans Grünflächenamt der Stadt. Kemmerling: „Auch ein Gespräch mit Herrn Bauer brachte mich nicht weiter.“

Verschlammt durch Überfütterung

Doch nun keimt Hoffnung auf. „Wir sind einen Schritt weiter“, erklärt Joachim Bauer, Abteilungsleiter im Grünflächenamt. War vor wenigen Wochen noch unklar, ob das nötige Geld für das Absaugen bewilligt werde, hole er gerade Angebote geeigneter Firmen ein. Bauer: „Das mussten wir tun, weil unsere Hoffnung, den Schlamm mit Schippen oder einem Bagger zu entfernen, nicht aufging.“ Der Matschboden binde einfach nicht. Die Stadtentwässerungsbetriebe hätten ebenfalls absagen müssen: „Solche Leistungen verbietet deren Satzung“, sagt Bauer. Er schätzt das Volumen des Schlamms, der abgesaugt, getrocknet und entsorgt werden muss, auf 200 Kubikmeter.

Bauer geht davon aus, dass die Reinigung des Weihers in den nächsten Wochen geschehe. Gleichzeitig appelliert er an die Mülheimer: Ursache sei die übertriebene Entenfütterung: „Was der Steuerzahler hineinwirft, müssen wir mit seinem Geld wieder herausholen.“

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