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Stadtplanung in Köln: Mehr Grün für die rechte Rheinseite

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Im Norden endet der Grüngürtel im Stammheimer Schlosspark (Foto.) und an der Flittarder Rheinaue. Foto: Schäfer
Während der Grüngürtel linksrheinisch relativ geschlossen ist, wird er im Rechtsrheinischen oft durch Straßen und Bebauung unterbrochen. Die Stadtverwaltung will das ändern und empfiehlt den Ausbau rechtsrheinischer Grünflächen.  Von
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Der Stadtbezirk Mülheim ist der einzige in Köln, in dem eine Erweiterung des Äußeren Grüngürtels als wünschenswert anzusehen ist. So lautet die Grundaussage von Joachim Bauer, Abteilungsleiter im Grünflächenamt. Vorgetragen hat er diesen Wunsch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung in Form eines Konzepts seiner Behörde für die weitere Entwicklung des die gesamte Stadt umfassenden Ringes. Das Gremium votierte einstimmig für dieses Konzept.

Grundlage und Empfehlung

Das Konzept „Äußerer Grüngürtel“ ist ein sogenannter informeller Plan der Stadtverwaltung. Dieser soll auf Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten des Rings aus Grünanlagen um das Stadtzentrum hinweisen.

Diese Empfehlungen sind allerdings für die Zukunft nicht bindend. Eine Handlungsempfehlung ist, dieses in einer deutschen Großstadt einzigartige Projekt grundsätzlich zu vergrößern und weiterzuentwickeln – hin zu einem die gesamte Innenstadt umspannenden Ensemble aus Grünanlagen, die durchgehend miteinander verbunden sind. (aef)

Die Verwaltung hat für die Erarbeitung auf ein Projekt zurückgegriffen, das schon aus den 1920er Jahren stammt. Damals ließ Oberbürgermeister Konrad Adenauer den ehemaligen Festungsring in einen Grüngürtel umwandeln. In Zusammenarbeit mit der Kölner Grün-Stiftung sind nun Schwerpunkte gesetzt worden, um diesen Gürtel für die Naherholung der Bevölkerung, das Bewahren heimischer Pflanzen und Tiere sowie für die Verbesserung des Stadtklimas weiterzuentwickeln.

Grüngürtel rechtsrheinisch oft unterbrochen

Im Bezirk Mülheim ziehe er sich von der Merheimer Heide über die Schlagbaumssiedlung, entlang der Autobahn A3 und des Buchheimer Ringes an Holweide vorbei – und über die Bruder-Klaus Siedlung bis nach Stammheim und die Flittarder Rheinaue. In Höhe des Guts Herl auf Buchheimer und des Kreuzwassers auf Holweider Seite der Autobahn kreuzt der Grüngürtel auch den Erlebnispfad entlang des Strunder Bachs, der als durchgehende Grünverbindung zwischen dessen Mündung in den Rhein und Bergisch Gladbach angelegt wird.

„Während die Anlage im linksrheinischen Köln relativ geschlossen ist, wird er im Rechtsrheinischen oft durch Straßen und Bebauung unterbrochen“, sagt Bauer. Daher haben sich die Planer überlegt, wie man dennoch das Ziel, eine durchgehende Grünverbindung herzustellen, erreichen kann.

Grünflächen am Gürtel erweitern

Am Buchheimer Ring führt der derzeitige Weg am Zwischenwerk XIa vorbei, in dem der Mülheimer Turnverein seinen Sitz hat.
Am Buchheimer Ring führt der derzeitige Weg am Zwischenwerk XIa vorbei, in dem der Mülheimer Turnverein seinen Sitz hat.
Foto: Schäfer

Zwei Jahre lang – 2011 und 2012 – lud das Grünflächenamt in den betroffenen Stadtbezirken zu Bürgerversammlungen ein, um das Projekt vorzustellen und Anregungen und Vorschläge zu sammeln. „Mehr als 80 Prozent dieser Anregungen konnten wir schließlich einarbeiten“, sagt Bauer.

Der Abteilungsleiter nennt auch drei Beispiele, in denen die Grünflächen entlang des Gürtels im Stadtbezirk erweitert werden können: Zum einen ist das ein Acker, der sich zwischen den Stadtteilen Stammheim und Flittard befindet. „Unser Gutachter befand, ein Acker sei zwar gut, eine Grünanlage auf der Fläche aber wesentlich besser“, sagt Bauer. Da es sich um ein städtisches Grundstück handele, sei die Umwandlung auch kein Problem. Auch habe er eine Vorstellung, wie das geschehen könne: „Die Deutsche Bahn sucht noch eine Ausgleichsfläche, die sie begrünen kann.“ Diese Auflage habe sie erhalten, als sie die ICE-Strecke Köln-Frankfurt ausbaute und Flächen verbrauchte.

Eine zweite Grünanlage könne entlang der Autobahn A3 an der Honschaftsstraße entstehen, wo sich eine Baustraße zur Verbreiterung der Autobahn befunden hatte. Nun sei der 90 Meter breite Streifen frei. Die dritte Möglichkeit sieht Joachim Bauer in einer grünen Wegeverbindung zwischen dem Gauweg und dem Zwischenwerk am Buchheimer Ring.

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