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Strassensanierung: Umbau nach Mülheimer Vorbild

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Sanierungsbedürftig: Schmale Gehwege und eine marode Straßendecke kennzeichnen den Abschnitt der Berliner Straße in Dünnwald.  Foto: Schäfer
Die Planung für die Neugestaltung des Dünnwalder Abschnitts der Berliner Straße nimmt Gestalt an. Der Baubeginn hängt von der Finanzierung und der Dauer des Planungsprozesses ab, doch sei noch einiges zu besprechen.  Von
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Dünnwald

Nicht nur im Mülheimer Mülheim baut die Stadt die Berliner Straße um. Auch für den Dünnwalder Abschnitt zwischen Leuchterstraße und dem Schützenplatz am Dünnwalder Mauspfad plant die Stadtverwaltung umfangreiche Veränderungen. Die Vorbereitungen dafür haben begonnen: Die Berliner Straße – sie bildet auch das Einkaufszentrum des Stadtteils – ist marode und darüber hinaus ein Verkehrsengpass. Der Straßenbelag und die Gehwege sind dringend erneuerungsbedürftig, es fehlen Parkmöglichkeiten. Fahrradständer sind nicht vorhanden – ebenso wie Bäume. Der Bürgerverein und die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Dünnwald fordern schon seit langem, den Abschnitt der Berliner Straße aufzuwerten. Vor drei Jahren schien es dann soweit: „Anfang 2010 stimmte die Bezirksvertretung einer Verwaltungsvorlage zu, die den Umbau für die Jahre 2011 und 2012 vorsah“, sagt Inge Schäfer-Möhrmann, die Geschäftsführerin des Bürgervereins. Im Vorfeld habe ihr Verein sogar eine Arbeitsgruppe gebildet, die mit dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik kooperierte und viele Ideen in die damalige Planung einbrachte.

Doch dann sei alles anders gekommen: Die 500 000 Euro, die aus dem Konjunkturpaket II des Bundes zur Verfügung standen, hätten nicht ausgereicht. Arne Wrobel vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik bezifferte damals den Bedarf auf das Dreifache. Die Stadt leitete dieses Geld daraufhin kurzerhand in ein anderes Projekt um – in die Boltensternstraße in Riehl. Dort wurde Flüsterasphalt verlegt. Das Dünnwalder Vorhaben dagegen ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. „Wir waren enttäuscht“, sagt Schäfer-Möhrmann.

Ein zweiter Anlauf nimmt Gestalt an. „Wir haben mit dem Amt ein Treffen vereinbart, um die Pläne miteinander zu besprechen“, informiert die Geschäftsführerin des Bürgervereins. Der Termin solle spätestens im August zustande kommen.
„Wir gehen mit einem Entwurf in die Gespräche“, bestätigt die Verkehrsplanerin Angela Stolte-Neumann vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Dabei handele es sich um ein Papier, in dem Eckpunkte beschrieben werden. Als Ergebnis der Verhandlungen – unter anderem mit dem Bürgerverein und der Bezirksvertretung – gebe es einen Entwurf, der wiederum diskutiert und schließlich zur Grundlage für die Ausführungsplanung werde.

Stolte Neumann: „Bis dahin haben wir noch über Vieles zu sprechen.“ Sie schlägt unter anderem vor, im Dünnwalder Abschnitt, wie schon in der Frankfurter und der Berliner Straße in Mülheim, Multifunktionsflächen einzurichten. Dort könnten Parktaschen, Außengastronomie, Fahrradständer oder mehr Platz für Fußgänger entstehen. Man müsse auch darüber nachdenken, ob und wo Einengungen gewünscht werden oder wo Parken nicht erlaubt sein solle. „Wir könnten beispielsweise Poller aufstellen oder Ladezonen einrichten“, sagt Stolte-Neumann. Die Verwaltung rechnet für den Umbau mit Gesamtkosten von etwa zwei Millionen Euro. Der Baubeginn hängt von der Finanzierung und der Dauer des Planungsprozesses ab – der dauert erfahrungsgemäß zwischen einem und zwei Jahren.

Problemzone Berliner Straße

Die Berliner Straße in Dünnwald macht Lore Münscher Kummer. „Die Straße ist zu eng“, sagt die 86-Jährige über den Abschnitt, der einige Kilometer nördlich der anstehenden Baustelle liegt. Da eine Seite zugeparkt werde, komme es oft zu brenzligen Situationen. Vor allem, wenn sich zwei Lkw oder Busse begegneten. Oft müssten sie auf die Gehwege ausweichen, die vor allem auf der östlichen Seite zu schmal seien. „Wer dort geht, kriegt Angst“, sagt Münscher. Der Schwerlastverkehr habe zugenommen, viele Lkw-Fahrer nutzten die Berliner Straße, um das Leverkusener Kreuz zu umfahren. Ein absolutes Halteverbot auf der Berliner Straße wäre sinnvoll, sagt Münscher. (cht)

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