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Verkehr: Tempolimit soll Risiko verringern

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Die Fußgängerampel an der Einmündung Buchheimer Straße ist für die Antragsteller ein potenzieller Unfallschwerpunkt. BILD: SCHÄFER Foto: Schäfer
Um die Straße Mülheimer Freiheit sicherer zu machen, haben Anwohnern zahlreiche Vorschläge gemacht. Zusammen mit Bezirksvertretern ist man ist sich einig, dass dort etwas passieren muss, bevor ernste Unfälle passieren.  Von
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Die Autos auf der Mülheimer Freiheit fahren zu schnell – zumindest aus Sicht einiger Anwohner, die in einer Eingabe an die Bezirksvertretung Mülheim ein alternatives Verkehrskonzept für die Straße forderten. Die Bezirksvertretung unterstützt dies und erteilte auf ihrer jüngsten Sitzung einer Verwaltungsempfehlung zum Erhalt des Status quo einstimmig eine Abfuhr.

Zwei Bürger hatten verschiedene Möglichkeiten vorgeschlagen, den Verkehr auf der Mülheimer Freiheit mehr als bisher zu beruhigen. Die Stadtverwaltung aber sah keine Notwendigkeit, das zu tun. Nun ist sie beauftragt, ein Konzept zur Geschwindigkeitsbegrenzung für die Straße zu erarbeiten.

„Vor allem im Bereich zwischen den Einmündungen Buchheimer Straße und Peter-Müller-Straße kommt es zu groben Tempo-Überschreitungen“, begründet Petent Johannes Rexin die Eingabe. Zudem passiere es sehr häufig, dass Fahrzeuge die Ampel an der Kreuzung Buchheimer Straße überfahren, obwohl sie für den Autoverkehr Rot anzeigt. Rexin: „Die fahren durch, weil sie wissen, dass es hier nicht geahndet wird.“ Zu Christi Himmelfahrt 2012 habe es dann einen Unfall gegeben: Ein Spaziergänger wollte, vom Rhein kommend, mit seinem Hund die Straße überqueren. „Das Tier wurde überfahren und starb. Sein Herrchen konnte sich mit einem beherzten Sprung gerade noch retten“, so Michael Schwarz, der die Eingabe mit Rexin begründete. Damit nicht genug – der Führer des Autos habe anschließend Fahrerflucht begangen.

Zahlreiche Beinahe-Unfälle

Für Schwarz ist klar: „Die Anzahl der Beinahe-Unfälle ist gigantisch, wird aber in keiner Statistik erfasst.“ Es grenze an ein Wunder, dass nicht mehr passiert sei: „Vor allem Kinder und Alte sind sehr gefährdet.“ Die beiden schlugen unter anderem vor, eine stationäre Geschwindigkeitskontrolle zu installieren, an den Einmündungen Vorrang rechts vor links einzuführen, die Fahrbahn zu verengen oder ein durchgängiges Überholverbot einzuführen.

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„Auf der gesamten Straße gilt bereits Tempo 30 und die Polizei kontrolliert regelmäßig, ob das auch eingehalten wird“, begründet Dietmar Reddel vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik den Vorschlag seiner Behörde, lediglich die Einhaltung dieses Limits stärker zu kontrollieren. Auch die Tatsache, dass es an der Buchheimer Straße eine Fußgängerampel gebe, bedeute ein hohes Maß an Sicherheit. Ein so genannter Starenkasten könne nach gesetzlichen Bestimmungen nur an Stellen aufgestellt werden, die von der Unfallkommission als Gefahrenstelle eingestuft worden seien. Das sei hier nicht der Fall. Ähnlich verhalte es sich mit den anderen Vorschlägen. Reddel: „Es ist vor allem eine Frage der Kontrolle.“

Bald noch zusätzlicher Verkehr?

Das sahen die Bezirksvertreter anders. „Ich befürchte, dass der Verkehr hier in Zukunft sogar noch zunehmen wird, weil man bald von der Dünnwalder Straße nach links auf den Clevischen Ring abbiegen darf“, sagte Günter Hermkes (Grüne). SPD-Fraktionschef Alexander Lünenbach merkte an: „So müssen wir unseren Kindern beibringen, dass eine grüne Ampel noch lange keine Sicherheit bietet.“ Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs wiederum schlug vor, über einen Rotlichtblitz an der Ampel nachzudenken.

Grünen-Fraktionschef Wilfried Seldschopf warf der Verwaltung vor, berechtigte Bürgeranliegen einfach abzubügeln: „Ich schlage stattdessen vor, ein umfassendes Konzept zur Geschwindigkeitsbegrenzung zu erarbeiten.“

Michael Schwarz ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Konkrete Maßnahmen haben wir zwar nicht erreicht.“ Doch sei die Verwaltungsvorlage gekippt und ein Konzept in Aussicht gestellt worden. Schwarz: „Wir werden den Prozess kritisch begleiten.“

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