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Verkehrskonzept: Politiker fordern neue LKW-Führung

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Die Bezirksvertretung will, dass Lkw über siebeneinhalb Tonnen im Durchgangsverkehr nicht mehr über den Clevischen Ring fahren. Foto: Schäfer
Die Bezirksvertretung Mülheim protestiert gegen das neue LKW-Führungskonzept der Stadtverwaltung. Ihre Forderung: Nicht nur die Innenstadt soll entlastet werden, sondern auch Mülheim innerhalb des Autobahnrings.  Von
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Eine heiße Debatte entbrannte auf der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim, als die Stadtverwaltung den Entwurf ihres neuen LKW-Führungskonzepts vorstellte. Am Ende entschieden sich die Bezirkspolitiker mehrheitlich – gegen die Stimmen der CDU – gegen die von der Verwaltung favorisierte Variante und für deutliche Nachbesserungen.

„Das zurzeit geltende Konzept ist 20 Jahre alt und bedarf einer Aktualisierung“, begründete Bernhard Müller, Verkehrsplaner im Amt für Straßen und Verkehrstechnik, den neuen Entwurf. Es gebe drei Kategorien von Straßen, die für Lkw zugelassen sein sollen: Die Autobahnen, Verteilerstrecken und als dritte Kategorie Straßen, an denen Gewerbebetriebe konzentriert sind, die beliefert werden.

Verteilerrouten für LKW

Demnach sollen im Stadtbezirk – von den Autobahnen als Hauptachsen abgesehen – beispielsweise die Düsseldorfer Straße, der Clevische, der Bergische und der Pfälzische Ring als Verteilerrouten für Brummies ausgewiesen werden. Von dort aus dürften Straßen wie beispielsweise die Bergisch Gladbacher Straße, die Berliner Straße, der Buchheimer und der Mülheimer Ring befahren werden, wenn das Ziel der Transporte nur von dort aus erreichbar ist. Die Verwaltung plant aber auch, die Odenthaler Straße in Dünnwald und den Dünnwalder Kommunalweg nach Stammheim für Lkw offen zu halten. Der Mauspfad zwischen Dünnwald und Brück wäre ebenfalls betroffen.

„Das Lkw-Konzept hat nur ein Ziel: die Innenstadt zu entlasten“, entrüstete sich Winfried Seldschopf (Grüne). Er verwies dabei auf das Vorhaben der Stadt, die linksrheinische Innenstadt innerhalb der Inneren Kanalstraße sowie Deutz und das Gebiet entlang der Deutz-Mülheimer Straße zu einer Durchfahrtsverbotszone für Lkw über siebeneinhalb Tonnen zu erklären. Seldschopf: „Das wollen wir auch für Mülheim innerhalb des Autobahnrings!“ Die Begründung: Der Clevische Ring sei jetzt schon die am stärksten von Feinstaub und Stickoxiden belastete Straße Kölns.

Dem stimmte auch die SPD-Fraktion zu. Deren Mitglied Berit Kranz forderte zudem, die Odenthaler Straße und den Dünnwalder Kommunalweg herauszunehmen. „Das würde ich nicht machen“, so Müller. Viele Lkw kämen aus Bergisch Gladbach mit den Bayerwerken als Ziel hier durch. Es seien mit 400 nur relativ wenige pro Tag. Die Bezirksvertretung folgte dennoch der Forderung von Kranz.

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