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Birne, Apfel oder Sanduhr: Passende Hochzeitskleider für jede Figur

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"Running of the Brides" Foto: dpa

Um im Hochzeitskleid zu glänzen, braucht die Braut keine Modelmaße. Egal, ob die Figur eher mollig, kurvig oder androgyn ist, für jeden Typ gibt es das passende Hochzeitskleid.

Ob kräftige Hüften, breite Schultern oder starke Oberschenkel: Fast jede Frau hat eine Problemzone, die sie gern kaschieren möchte. Das gilt besonders für den Hochzeitstag - vor dem Traualtar soll schließlich alles perfekt sein. Doch um im Brautkleid zu glänzen, braucht man keine Modelmaße. Für nahezu jeden Figurtyp gibt es das passende Modell.

Die Apfelfigur: Frauen mit einer Apfelfigur haben ausgeprägte Schultern, wenig Taille und häufig eine große Oberweite. Um die Aufmerksamkeit von dem eher kräftigen Oberkörper abzulenken, rät die Frankfurter Stilberaterin Silke Gerloff zu einem Empire-Kleid. Das Modell hat eine hohe Taillennaht, die sich meist direkt unter der Brust befindet.

„Das Kleid eignet sich gut, um eine große Oberweite und ein Bäuchlein zu kaschieren“, sagt sie. Deshalb werde das Empire-Modell auch oft von Schwangeren getragen. Zu beachten sei allerdings, dass große Frauen ab etwa 1,75 Meter das Kleid nicht mit einer Naht unter der Brust tragen sollten, sagt die Düsseldorfer Brautkleid-Designerin Susanne Sixtus. Sonst wirken die Beine zu lang. Die Naht sollte in diesem Fall lieber etwas tiefer verlaufen.

Sixtus rät zudem zu breiten Trägern, um die kräftigen Schultern schmaler wirken zu lassen. Auch Träger in Dreiecksform, die nach unten hin dünner werden, seien möglich. Spaghettiträger eignen sich weniger. „Wer neben breiteren Schultern auch kräftigere Oberarme hat, kann diese gut unter einem kleinen Bolero-Jäckchen verstecken“, sagt Gerloff. Dreiviertel-Ärmel seien ebenfalls geeignet. Auf Neckholder-Kleider sollten Frauen mit breiten Schultern dagegen verzichten.

Die Birnenfigur: Frauen mit einer Birnenfigur haben oft einen zierlichen Oberkörper, schmale Schultern und eine schlanke Taille. Kaschieren wollen sie ihre kräftige Hüften und die stärkeren Oberschenkel, erklärt die Personal Shopperin Sonja Grau aus Ulm. Das gelinge am besten mit einem sogenannten Duchesse-Kleid. „Der Schnitt zeichnet sich durch ein eng anliegendes Oberteil und einen sehr weiten Rock aus“, erklärt Grau. „Die Weite wird oftmals durch einen Reifrock erreicht.“
Beliebt und ein echter Blickfang seien trägerlose Varianten, beispielsweise Kleider mit einer Korsage. Ungeeignet für diesen Figurtyp ist in den Augen von Stilberaterin Gerloff dagegen der Empire-Schnitt. „Die schmale Taille wird hier nicht betont. Stattdessen steht der Stoff auf der Hüfte auf“, sagt sie. Für Frauen mit einer Birnenfigur eignen sich laut Gerloff Materialien wie Taft oder festere Stoffe. „Das ist wichtig, damit der weite Rock nicht in sich zusammenfällt. Er soll ja die gesamte Unterkörper-Silhouette verstecken.“

Die Sanduhr-Figur: Bräute mit einer Sanduhr-Figur können sich laut Designerin Sixtus fast alles erlauben. „Sie haben eine sehr schlanke Hüfte, viel Busen und einen wohlgeformten Po.“ Diese Silhouette könne man am schönsten in einem sogenannten Meerjungfrauen- oder Nixen-Modell betonen, wie es beispielsweise Pippa Middleton auf der Hochzeit ihrer Schwester Herzogin Kate trug. Diese Kleider sind bis zum Oberschenkel anliegend und weiten sich erst dann zu einer kleinen Schleppe aus.
Einkaufsberaterin Grau empfiehlt Frauen mit einer Sanduhr-Figur außerdem Kleider mit hoher Taille und einem V- oder Herz-Ausschnitt. Sie zaubern ein schönes Dekolleté. „Bei diesem Figurtyp würde sich auch ein kurzes Brautkleid mit Tellerrock anbieten, welches knapp unterhalb des Knies endet“, sagt Grau. Die perfekt weiblichen Kurven dürften bei diesem Figurtyp voll und ganz unterstrichen werden.

Die Bohnenstange: Sehr schlanke Frauen mit kleiner Oberweite und einem eher androgynen Körperbau haben laut Grau oft nicht nur die Figur eines Knaben, sondern auch die dazugehörige Ausstrahlung. „Ich würde deshalb ein Kleid mit klaren Linienführungen empfehlen, das schmal geschnitten ist. Ein hübscher Herz-Ausschnitt, aber auch ein Korsagen-Oberteil passen dazu“, sagt sie.

Für ein bisschen mehr Volumen im Brustbereich können Drapierungen oder Blüten sorgen, sagt Gerloff. „Glänzende und auftragende Stoffe wie Taft oder Spitze sind ebenfalls geeignet - es ist aber immer die Frage, ob es dann zum Typ der Frau passt.“ Mit einem Kleid im Prinzessinnen-Stil fühlen sich Frauen mit androgynem Körperbau manchmal verkleidet. Als Alternative empfiehlt Grau einen Hosenanzug für die Braut.

Die Orangen-Figur: Frauen mit viel Bauch, viel Busen und kräftigeren Oberschenkeln werden oft als mollig bezeichnet. Sie sollten laut Grau darauf achten, dass sie ihre Problemzonen nicht zusätzlich unterstreichen. „Frauen mit kräftigem Rücken greifen besser nicht auf ein Korsagen-Kleid zurück“, sagt die Expertin. „Und eine füllige Braut mit einer Problemzone am Bauch sollte Abstand von der trendigen hohen Taille nehmen.“

Auf zu üppige Röcke, glänzende Stoffe und zu viele Raffungen und Drapierungen sollten mollige Frauen zudem besser verzichten, sagt Gerloff. Besser seien fließende Stoffe, die die Figur umspielen und nicht zu eng anliegen. „In der Regel ist ein Brautkleid gut geeignet, das auf der Höhe des Bauchnabels bereits beginnt, etwas ausgestellt zu sein“, erklärt Grau. Ein zarter Tüll-Umhang könne außerdem Problemzonen umspielen.

Doch egal, ob die Figur mollig, kurvig oder androgyn ist - die wichtigste Regel auf der Suche nach dem idealen Kleid ist laut Grau: „Es sollte die eigene Persönlichkeit unterstreichen und darf einen niemals verkleiden.“ Authentizität sei das Geheimrezept - nur so kann die Braut an ihrem großen Tag wirklich glänzen.

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