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Nervosität am Stehtisch abbauen: So stehen Fans das Spiel durch

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Tooor! Da steigen die Emotionen - bei allen Fans. Foto: dpa

Der Sportpsychologe Karl Kubowitsch kümmert sich normalerweise um Spieler und Trainer. Vor dem Champions-League-Finale gibt er Tipps, wie Fans die Spannung am besten aushalten.

Ein bisschen stehen, ein bisschen gehen - dieser Tipp könnte dazu beitragen, dass besonders nervöse Fans entspannter durch das Champions-League-Finale am 25. Mai kommen. „Vielleicht hilft es, wenn man sich zu Hause vor dem Fernseher einen Stehtisch hinstellt, so dass man nicht nur sitzt, sondern zwischendurch auch ein bisschen rumgehen kann“, sagte Karl Kubowitsch vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) dem dpa-Themendienst.

Wer beim Match steht und geht, könne seine Nervosität entladen. Grundsätzlich sei er aber der Ansicht, dass es dazu gehöre, „durch die emotionalen Höhen und Tiefen während des Spiels durchzugehen“, sagte Kubowitsch. Die Anspannung während des Spiels sollten Fans jedenfalls nicht darüber kompensieren, dass sie „völlig unkontrolliert“ Knabberkram in sich hineinschaufeln und beim Dortmunder Pils oder bayerischen Weißbier zu sehr zuschlagen.

Kompensieren können Fans ihre Anspannung aber auch hinterher - indem sie wie die Profis auf dem Platz nach dem Spiel „auslaufen“. Denn nicht nur bei den Spielern, auch bei engagierten Fans führe solch ein Finale zu stressbedingten physischen Reaktionen wie einer angespannten Muskulatur und der Bereitstellung von Energie im Körper. „Nun gehe ich nicht davon aus, dass man hinterher zum Joggen geht, aber ein schöner Spaziergang, bei dem man sich mit anderen nochmal austauscht, ein bisschen Bewegung, das hilft tatsächlich, rasch wieder runterzukommen und sich vor Augen zu führen: Das war ein tolles Spiel, aber es war eben auch nur ein Spiel“, erläuterte der Sportpsychologe.

Wenn die eigene Mannschaft nicht gesiegt hat, sei es richtig und wichtig, darüber zu trauern. „Es gehört dazu, am ersten Abend die Trauer zuzulassen, ich sage es mal überspitzt, ruhig auch mit der eigenen Mannschaft zu weinen, wenn einem danach ist“, riet Kubowitsch. Am nächsten Morgen sollte man sich dann aber sagen: „Tatsächlich, es ist leider so gelaufen, aber es ist nur ein Spiel, und ab jetzt gucke ich nicht nur fußballerisch nach vorn, sondern widme mich all meinen anderen Themen und Aufgaben im Leben.“

Beim Umgang mit Fans der gegnerischen Mannschaft empfiehlt der in Regensburg ansässige Psychologe, in der Niederlage Größe zu zeigen - das heißt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Größe zeigen sollten aber auch die Anhänger des siegreichen Teams - und sich nicht zu Schadenfreude den Fans der anderen Mannschaft gegenüber hinreißen lassen. „Ein bisschen Necken gehört natürlich dazu, das macht ja auch den Reiz von Fußball insgesamt aus.“

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