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Prozessor und Grafikkarte geben den Takt an: Perfekter Spiele-PC

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Großes Gedrängen ist vorprogrammiert Foto: dpa

Computerspiele werden immer komplexer und damit auch leistungshungriger. Wer Games künftig in voller Pracht an seinem Rechner genießen möchte, braucht einen schnellen Spiele-PC oder muss seine alte Kiste aufrüsten.

20.08.2013 - Auf der Gamescom in Köln (22. bis 25. August) stellen Sony und Microsoft die nächste Generation der Spielekonsolen vor. Playstation 4 und Xbox One kommen im Herbst auf den Markt. Viele dazu passende Spiele erscheinen aber auch für den PC. Schließlich wird mit dieser Plattform viel Geld verdient: Nach Angaben des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) lag der Umsatz mit PC-Spielen 2012 in Deutschland bei 464 Millionen Euro, 19 Millionen mehr als im Vorjahr. Bei den Konsolentiteln sank der Umsatz im gleichen Zeitraum von 889 auf 819 Millionen.

Leistungsstärkere Konsolen bedeuten allerdings auch höhere Anforderungen an die PC-Hardware. Wer aktuelle Titel in höchster Auflösung und Detailstufe genießen möchte, braucht deshalb einen ordentlichen Computer. Einen entscheidenden Anteil an der Power eines Systems hat der Prozessor (CPU). Wie leistungsstarke eine CPU ist, können Nutzer an der Taktfrequenz und der Anzahl der Rechenkerne erkennen. „Ein Spiele-PC benötigt mindestens eine Vierkern-CPU mit circa drei Gigahertz Taktfrequenz“, sagt Ingolf Leschke, Hardware-Redakteur bei der Zeitschrift „Computerbild Spiele“. Etwa 170 Euro werden dafür fällig. Wer mehr Leistung will, kann für Sechs- und Achtkernspitzenmodelle aber auch bis zu 1000 Euro ausgeben.

Grafikprozessoren und -karten

Ebenso wichtig für ein ruckelfreies Spielerlebnis ist der Grafikprozessor (GPU). „Ordentliche Spiele-Grafikkarten mit DirectX-11.1-Unterstützung gibt es schon für 200 Euro“, erklärt Leschke. Direct-X-Unterstützung ist vor allem bei neuen Spielen wichtig: Die laufen sonst nicht richtig oder nicht mit allen Effekten. Beim Kauf einer Grafikkarte sollten Verbraucher ansonsten vor allem auf die Zahl der Recheneinheiten achten, sagt Leschke. „Außerdem sollten schnelle GDDR5-Speicherbausteine verbaut sein und nicht die veraltete GDDR3-Variante.“

Die Auswahl an Grafikkarten mit Chips von Nvidia und AMD ist groß. „AMD-Grafikkarten der gleichen Leistungsklasse sind derzeit etwas langsamer als Nvidia-Modelle“, sagt Leschke. Allerdings sind sie dadurch auch günstiger. Wer Games in stereoskopischem 3D spielen möchte oder aufwendige Physik-Effekte wie realistisch wehende Gewändern sehen will, muss aber zwangsläufig zur Nvidia-Karte greifen. AMD unterstützt diese Funktionen nicht oder nur marginal.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der Arbeitsspeicher. Ihn astronomisch aufzublähen, macht nach Angaben von Redakteur Leschke aber keinen Sinn: „Vier Gigabyte RAM reichen für einen Spiele-PC vollkommen aus. Verdoppelt man den Arbeitsspeicher, liegt der Leistungszuwachs meistens nur bei fünf bis sieben Prozent.“

Arbeitsspeicher und Grafikkarte auszutauschen, ist selbst für unerfahrene Nutzer in der Regel unproblematisch. Wichtig ist nur, dass der PC nicht zu alt ist, ansonsten passen die Komponenten eventuell nicht richtig zusammen. Komplizierter wird es beim Prozessor: „Den Austausch sollte im Zweifel ein Fachmann vornehmen“, warnt Leschke.

Neue Komponenten - neuer Rechner?

Das Aufrüsten des Rechners ist sinnvoll, wenn nur einzelne Komponenten veraltet sind. Schwächelt das gesamte System, muss ein neuer Rechner her. Komplettsysteme für Zocker gibt es zum Beispiel bei Versandhändlern im Internet. Profis können die Komponenten aber auch einzeln bestellen und den Computer selbst zusammenbauen. Leschke rät davon aber eher ab: „Wenn man die Arbeitsstunden berücksichtigt, die zum Zusammenbau des Systems nötig sind, dann rechnet sich der Eigenbau nicht.“ Zudem ist bei einem Komplettsystem die Software an die Hardware angepasst, Treiberprobleme gibt es in der Regel nicht.

Knauserig dürfen Käufer eines Spiele-PCs nicht sein: „Erst Rechner für 700 bis 1000 Euro erfüllen die meisten Spielerwünsche“, so Leschke. Wer moderne Spiele mit hoher Auflösung und allen Details spielen will, muss tiefer in die Tasche greifen: Ein Gaming-PC der Oberklasse kostet zwischen 1500 und 2000 Euro. Der sollte dafür aber auch in ein paar Jahren noch schnell genug sein.

Gaming auf höchstem Niveau Foto: dpa

Noch mehr auszugeben, hält Leschke für sinnlos: „Der Leistungszuwachs ist in diesem Bereich zwar messbar, aber nicht spürbar.“ Auch Geräusch- und Hitzeentwicklung verbessern sich mit steigenden Preisen nicht zwangsläufig. Im Gegenteil, teure Grafikkarten sind in vielen Fällen sogar lauter als günstige Modelle.

Wer keinen Platz für einen Desktop-PC samt Monitor hat oder viel unterwegs spielt, kann sich zum Zocken auch ein Notebook zulegen. Die Geräte sind aber vergleichsweise teuer - 1000 Euro muss man für einen guten Spiele-Notebook mindestens investieren, sagt Leschke. Nach Angaben der Stiftung Warentest können auch Notebooks ab 600 Euro schon Spiele anzeigen, allerdings nicht mit allen Details. Wichtig ist vor allem, dass der tragbare Rechner einen separaten Grafikbeschleuniger an Bord hat: Die integrierte GPU moderner Prozessoren ist für Spiele schlicht zu schwach. Deshalb sind die schicken und teuren Ultrabooks für Spieler eher keine gute Anschaffung, warnen die Warentester. Außerdem lassen sich Notebooks im Vergleich zu Desktop-PCs oft nur schwer aufrüsten.“

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