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Römische Straßenposten: Rasten und lernen im Mansio

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Diese Grafik zeigt die vorläufige Gestaltungsplanung eines der sieben Mansiones, die entlang der früheren römischen Staatsstraßen entstehen sollen. Foto: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege
Oberhalb Nettersheims soll ein sogenannter Mansio errichtet werden. Der lateinische Begriff steht für Rast und bezeichnete einen Straßenposten, wie man ihn entlang der römischen Straßen in regelmäßigen Abständen fand.  Von
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Nettersheim

Der Grundstein wurde jüngst gelegt, nun soll der Archäologische Landschaftspark allmählich Form annehmen. Doch auch jenseits der historischen Fundstätten am „Steinrütsch“ und an der „Görresburg“ wird man künftig Hinweise zur römischen Geschichte der Region wahrnehmen können.

So plant die Gemeindeverwaltung nun, einen Mansio oberhalb des Hauptorts Nettersheim zu errichten. Der lateinische Begriff Mansio steht für Rast oder Aufenthalt und bezeichnete seinerzeit eine Art Straßenposten, wie man ihn entlang der römischen Straßen in regelmäßigen Abständen fand.

Der Ort, den die Verwaltung für den Mansio vorgesehen hat, liegt an dem Wirtschaftsweg, der von der langen Kurve der Bahnhofstraße am Ortsausgang von Nettersheim in Richtung Marmagen verläuft. Somit käme der Mansio denn auch in unmittelbarer Nähe der Trasse der historischen Agrippa-Straße zu stehen, die westlich davon liegen soll, wie archäologische Untersuchungen ergeben haben.

Laut bisheriger Planung wird der Mansio eine Fläche von 30,5 mal 18,5 Metern in Anspruch nehmen. Die Gestaltung soll einheitlich für alle Mansiones entlang der Agrippa-Straße und der Via Belgica erfolgen. So ist ein Zufahrtsbereich mit Parkplätzen für zehn Autos vorgesehen. Zudem wird der Mansio über einen Infobereich mit einer Art Pavillon verfügen. Dort werden die Zahlen und Fakten über das altrömische Straßennetz und Verkehrswesen für die Besucher erfahrbar.

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Hainbuche und Liguster

Auch ein Gartenbereich soll eingerichtet werden. Er wird mit Obstbäumen bepflanzt, wobei die Wahl der Baumsorten den jeweiligen Kommunen überlassen sein soll. Die Begrünung um den Mansio herum wird mit Hecken aus Hainbuche und Liguster erreicht. Wie die Gemeindeverwaltung schreibt, wurde seitens der Baugenehmigungsbehörde des Kreises Euskirchen bereits signalisiert, dass der Standort des geplanten Mansio zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flurstücken „Thielsheck“ und „Weiherschleiden“ grundsätzlich genehmigungsfähig sei. Die Gemeinde wird nun die notwendigen Schritte einleiten, um das Bauvorhaben umzusetzen.

Die Errichtung der Mansiones ist im Übrigen Teil des Projekts „Erlebnisraum Römerstraße“, für das im März 2011 der Startschuss erfolgte. Mit einem Gesamtvolumen von 7,6 Millionen Euro soll die römische Geschichte im Rheinland für die Bevölkerung wie auch für Touristen „erlebbar und erfahrbar“ gemacht werden.

6,1 Millionen Euro fließen dazu aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie der Förderrichtlinie für Stadterneuerung NRW 2008. Damit sollen die beiden von Köln ausgehenden, früheren Staatsstraßen der Römer nach Trier/Lyon (Agrippa-Straße) und Boulogne-sur-Mer in Abschnitten präsentiert und touristisch aufbereitet werden.

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