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Online-Attacke: Burger Kings Twitter-Account gehackt

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Der verifizierte Twitter-Account von Burger King ist gehackt worden. Foto: Screenshot: ksta.de
Hacker haben am Montag den offiziellen Twitter-Account der US-Fastfood-Kette Burger King gehackt und derbe Späße auf Kosten des Unternehmens verbreitet. Erst spät erkannte das Unternehmen den Angriff und veranlasste Twitter, das Profil zu sperren.  Von
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Köln

Unbekannte haben am Montagnachmittag den offiziellen, verifizierten Twitter-Account der amerikanischen Fastfood-Kette Burger King gehackt. Für etwa 30 Minuten erschienen Meldungen, nach denen das Unternehmen vom Konkurrenten McDonald's übernommen worden seien, dass die Angestellten Drogen konsumieren würden und ähnlich despektierliche Beiträge. Der Nickname wurde in McDonalds geändert. Zwischenzeitlich wurde der Account gesperrt, am Dienstagmorgen war er dann wieder erreichbar.

Die Follower des Unternehmens bemerkten die „Übernahme“ vor der Kette, die am Abend weder auf ihrer Homepage noch auf Facebook reagierte. Auch Presseanfragen blieben unbeantwortet. Der Nachrichtenagentur AP sagte ein Unternehmenssprecher am Abend, das Unternehmen werde sich bei seinen Kunden entschuldigen und eine Mitteilung auf Facebook verbreiten.

Wer für den Angriff auf den Account verantwortlich ist, ist noch unklar. Viele wie beispielsweise das Blog TechCrunch nehmen an, dass das lose Hacker-Kollektiv Anonymous hinter dem Identitätsklau steckt. Dafür spricht das der Anonymous-Gruppierung OpMadCow zugeschriebene Motto „Freedom is failure“, das die Hacker der neuen Biografie auf dem Profil hinzugefügt wurde. Zudem empfahl ein Tweet des gehackten Accounts, Anonymous auf Twitter zu folgen.

Anonymous selbst nahm zwar mit Scherzen Anteil an der Aktion, distanzierte sich aber in einem der Anonymous-Profile von der Aktion und rief die Follower auf, den Burger-King-Account nicht mehr zu abonnieren. Der hatte nämlich nach dem Hack einen enormen Zulauf von rund 30.000 Abonnenten, bis die Seite am Abend nicht mehr erreichbar war. Die Hacker behaupteten laut Medienberichten, sie gehörten zur Spaß-Guerilla „LulzSec“, die ebenfalls Anonymous zugerechnet wird und unter anderem für die Hacks bei Sony und der BBC verantwortlich sein sollen.

Hämische und originelle Tweets ließen nicht lang auf sich warten. Unter anderem wurde behauptet, das Unternehmen habe als Passwort Whopper123 gewählt. „Wie läuft Euer Tag in der Social-Media-Abteilung“? fragte ein User auf Facebook — und einige wollten erfahren haben, dass Ronald McDonald hinter allem steckt.

McDonald's solidarisierte sich mit dem Konkurrenten und stellte klar, dass das Unternehmen nicht hinter den Falschmeldungen über den Kauf von Burger King stecke.

Update: Ein Burger-King-Sprecher meldete dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass das Unternehmen den Account stillgelegt habe, bis es in der Lage sei, die offizielle Seite wieder aufzubauen. „Wir entschuldigen uns bei unseren Fans und Followern, die falsche Tweets über andere Mitglieder unserer Branche und mit unangemessenen Inhalten erhalten haben.“

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