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Twitter: „Tweet“ kommt ins Wörterbuch

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Nicht mehr nur „zwitschern“, sondern auch „twittern“: Der Eintrag zur Bedeutung des Verbs „tweet“ wurde im Oxford English Dictionary erweitert. Foto: dapd
Schritt für Schritt finden Begriffe aus den Sozialen Netzwerken ihren Weg in altehrwürdige Wörterbücher. Neuster Eintrag: „Tweet“ als Begriff für einen Eintrag im Online-Kurznachrichtendienst Twitter.
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Berlin

Das Online-Netzwerk Twitter hat einen eigenen Eintrag im Oxford English Dictionary, dem Lexikon für Englische Sprache, bekommen. Der Eintrag zu dem Wort „tweet“ werde erweitert, schrieb der Chefredakteur des Lexikons in einer Nachricht über Änderungen im Juni. Das Verb „tweet“, so heißt es nun im Oxford English Dictionary, bedeute, „einen Eintrag auf dem Sozialen Netzwerk Twitter zu machen“ oder „Twitter regelmäßig zu benutzen“. „Tweet“ als Substantiv kommt in den Beispielen auch vor.

Bislang war im Oxford English Dictionary nur die ursprüngliche Bedeutung von „tweet“ vermerkt: Zwitschern, also die akustische Kommunikation von Vögeln. Twitter ist nicht der erste Internetdienst, der ein eigenes Verb in dem renommierten Wörterbuch erhält. Bereits 2006 wurde „google“ („googeln“) als Verb eingetragen.

Twitter auch im Duden

Auch im Duden kann man Twitter-Aktivität nachschlagen: Seit 2009 findet sich dort die eingedeutschte Variante „twittern“. Der Duden definiert das Wort allerdings allgemein als „Kurznachrichten über das Internet senden und empfangen“. Damit ein neues Wort in den Duden aufgenommen wird, muss es gebräuchlich sein, also regelmäßig in verschiedenen Medien vorkommen. Außerdem sollte es über einen bestimmten Zeitraum auftauchen, erklärt der Duden auf seiner Webseite.

Das gilt prinzipiell auch für das Oxford English Dictionary. Der neue Eintrag zu Twitter „bricht mindestens eine Regel, nämlich dass ein neues Wort mindestens zehn Jahre lang in Gebrauch sein muss“, schrieb der Chefredakteur. „Aber es scheint, als verbreite es sich.“ Das Lexikon nahm dieses Jahr eine Reihe von Worten aus dem Technologie-Bereich auf, darunter „big data“ für sehr große Datenmengen und „crowdsourcing“ für das Sammeln von Informationen von vielen Menschen im Internet. (dpa)

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