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Twitter-Geburtstag: Mach Limonade draus!

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Was macht Twitter für uns so heimelig? Das an Wohnzimmervertäfelung der Kindheit gemahnende Logo im Hauptquartier in San Francisco? ksta.de hat Empfehlungen gesammelt. Foto: afp
Wer hat uns Twitter nahegebracht? Warum lachen wir, wenn wir allein in der Bahn sitzen, wer informiert uns vortrefflich? Ohne wen wäre Twitter einfach nur sinnlos? Und wer sollte in keiner Timeline fehlen? Ein vorzeitiges #ff zum Geburtstag.  Von 
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Wir haben uns bei Kollegen umgehört: Welche Twitterer, Tweets und Geschichten in Eurer Timeline empfehlt Ihr zum Geburtstag des Microblogging-Dienstes? Die Antworten kamen voller Enthusiasmus und mitunter mit schweren Entscheidungsnöten. Ein vorzeitiges #ff (Followfriday). Jetzt würden wir noch gern wissen: Wem folgen unsere Leser? Schreibt uns über Twitter oder in den Artikelkommentaren.

@stefanleifert (Stefan Leifert), Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio: Ist nah dran an Merkel, Steinbrück und Co. Erzählt schneller als jede Nachrichtenagentur aus dem Berliner Politikbetrieb - und das mit viel Humor.  Äußert sich nicht nur politisch, sondern auch mal über die kleinen Details am Rande: Politiker-Versprecher und Begegnungen im Fahrstuhl zum Beispiel. @einsdreissig_ch (Christina Höwelhans), ksta.de

Wer die parlamentarisch-demokratische Einschulung der streng direkt-demokratischen Fünf-Sterne-Bewegung in Italien live mitverfolgen will, ist mit @beppe_grillo ziemlich gut bedient. @Seidel63 (Peter Seidel), Nachrichten

Richard Gutjahr @gutjahr - "Journalist und Blogger, seiner Zeit oft voraus und fast immer zu spät". Gutjahr beleuchtet Entwicklungen immer wieder überraschend anders und regt wirklich zum Denken an.

Dieter Nuhr @dieternuhr - immer wieder witzige Anmerkungen zum Alltag. Nuhr rekrutiert weite Teile seines Programms aus den Antworten seiner großen Gemeinde. Verdammt clever. @bjschnix (Björn Schmidt), DuMont Net

Musikempfehlungen to go
Musikempfehlungen to go
Foto: Screenshot

Wer Informationen und Neuigkeiten rund um das Thema Datenjournalismus sucht, für den ist das der richtige Twitteraccount: Simon Rogers, Datenjournalist beim Guardian. @danielajaschob (Daniela Jaschob)

Spotify und Musik im Tweetdeck, da findet man immer neue Musik / Trends / und auch Altes, fast Vergessenes etc. Was drin ist: Rolling Stone E & D, NME, Q Magazin, Amazon, Plattentest.de… @vdl69 (Guido van de Lageweg), DuMont Net

Mehr dazu

Englisch bringt nicht immer Segen, für die Kirche wäre ein Break-up jedenfalls fatal. @priesbeckbe (Peter Riesbeck), Brüssel-Korrespondent

Schon die Beschreibung seines Twitteraccounts bringt mich (@Benjoloni, Benjamin Quiring, ksta.de) morgens in der Bahn meist zum Schmunzeln: „Legt das Leben dir Steine in den Weg, mach Limonade draus!“ Jan Böhmermann twittert meist lustige Anekdoten aus dem Alltag und erinnert dabei zuweilen an das Titanic-Magazin. Die Papstwahl kommentierte der Moderator auf Twitter mit einem Bild des Kölner Doms und folgenden Worten:

@sportkultur. Kölner Fußball-Blogger und Mitbegründer der Blog- und Presseschau von @fofuball. @h_buchheister (Hendrik Buchheister), Magazin/Sport

Mein Timeline-Highlight ist jeden Tag aufs Neue Twitter-Omi @RenateBergmann. Die Rentnerin jenseits der 80 hat ihre vier Ehemänner auf vier verschiedenen Friedhöfen beerdigt ( „Das Gießen allein dauert einen halben Tag.”), häkelt gern Toilettenpapierschoner und schmuggelt sich für ein leckeres Mittagessen mit ihrer besten Freundin auf fremde Beerdigungen. Renate Bergmann ist nicht echt, sondern ein Fake, ein fiktiver Charakter. Aber wer auch immer da als Omi twittert, er macht seine Sache verdammt gut. Ein großartiges Spiel zwischen Rentnerdasein und digitaler Welt. @AnnaLampert (Anna Lampert), ksta.de

Christina „Chrissie“ Herlitschka, 25, studiert Kommunikationsdesign und ist stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen. @SuddenGrey, wie sie sich im Internet nennt, lebt Twitter. Interessierte können so nicht nur erfahren, worüber bei den Piraten gerade gestritten wird, sondern auch was Chrissie sonst so erlebt und denkt. Alltag pur, aber auch die großen Fragen wie: „Ich sollte mir eine Religion zulegen. Vielleicht ist mein Leben dann viel toller.“ @hand_aufs_hirn (Tobias Peter), Nachrichten

Das Highlight in meiner Timeline ist immer wieder Nico Lumma alias @nico. Der digitale Vordenker und Blogger erfüllt gleich drei Kategorien, die ich an Twitter schätze: Er gibt wichtige Hinweise auf Entwicklungen und Trends, er ist lustig und nimmt sich - bei allem nicht zu übersehendem Hang zur Selbstdarstellung - selber auch mal gern auf die Schippe. @krechtingm (Michael Krechting), ksta.de

@AdrienGodet, frz./dt. Journalist, macht immer auf interessante Themen in beiden Ländern aufmerksam. @gesula (Gesa Mayr), Volontärin

Ich kenne diesen Menschen nicht. Ich glaube nicht, dass man irgendwas lernt oder einen großartigen Recherche-Aufhänger hat, wenn man @GebbiGibson folgt. Aber es lohnt sich trotzdem. Denn immer, wenn ich abends in meiner Timeline festhänge, gibt es mindestens einen Tweet von GebbiGibson, den ich retweete. Weil er lustig ist. Und weil ich mich in folgendem Tweet von ihm wiederfinde: „Für Replies auf ewig alte Tweets lasse ich mir auch ein paar Monate für eine pfiffige Antwort Zeit.“  @Tobias_Kaufmann (Tobias Kaufmann), Chefredaktion

Ding Dong Ding: Der digitale Dicke Pitter (@koelner_dom) sagt mir immer, was die Timeline-Stunde geschlagen hat. (Jan Stranghöner), @StraJa DuMont Net

@PiersMorgan, englischer CNN-Moderator, mit einem Wahnsinns-Volumen an Tweets zu Gott und der Welt und Fußball, aber vor allem zu Waffen. Kenne keinen (bekannten Twitterer), der sich so oft virtuell prügelt. @aki_g (Anne-Kathrin-Gerstlauer), ksta.de

Ich weiß nicht mehr, wer es so ähnlich via Twitter schrieb (und wäre für einschlägige Hinweise dankbar): "Auf Facebook ist man mit den Leuten aus der Schule befreundet, auf Twitter mit jenen, mit denen man es gern gewesen wäre." Man entdeckt Wahlverwandte, Menschen, denen man für einzelne Gedanken Fanpost schicken möchte (was ja per Mention oder Sternchen recht einfach ist) — Menschen wie @haekelschwein eben. Ein Klassiker, der in keiner Timeline fehlen sollte. Das Häkelschwein alias Michael Budde (dem zuletzt Spiegel Online ein Porträt widmete): klug witzig, tiefsinnig, überraschend, mindestens ein so großer Aphoristiker wie Georg Christoph Lichtenberg mit seinen twittervorausahnenden Sudelbüchern, der ebenfalls in Göttingen wirkte. @Christinebadke (Christine Badke), Online-Redaktion

Nachtrag: Genial, @cryptopix hat den gesuchten Tweet gefunden, danke!

AUTOR
Anna Lampert
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