Im Fall der von einem Tiger tot gebissenen Tierpflegerin meldet sich der Kölner Zoodirektor Theo Pagel zu Wort. Die Staatsanwaltschaft - die gegen den Zoo-Chef ermittelt - sei verpflichtet, mit größter Sorgfalt und in alle Richtungen zu untersuchen, betonte Pagel am Mittwoch in einer Stellungnahme.
Dass dabei auch gegen die Zoo-Führung ermittelt werde, sei „ein ganz normaler juristischer Vorgang“.
Altai zeigt auf diesem Bild vom 11. Februar sein Gebiss. Das Tigermännchen hat die Pflegerin tödlich verletzt.
Foto: dpaDie Staatsanwaltschaft Köln hatte am Dienstag mitgeteilt, dass gegen den Direktor der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung bestehe. Die Anklagebehörde stützt ihren Verdacht auf einen Bericht der Bezirksregierung Köln, die für den betrieblichen Arbeitsschutz zuständig ist. Dieser Bericht lasse eine „nicht unerhebliche Verletzung der arbeitsschutz-rechtlichen Pflichten“ des Zoo-Chefs vermuten, heißt es. Zunächst war gegen Unbekannt ermittelt worden. Die 43-jährige Pflegerin hatte den Käfig betreten, obwohl sich der Tigerkater Altai darin befand.
Die erfahrene Zoo-Mitarbeiterin starb durch einen Biss in die Halswirbelsäule. Pagel tötete den Tiger anschließend mit einem Gewehrschuss. (dpa, ksta)


