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Feuerwehr: Kölns attraktivster Abenteuerspielplatz

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Tag der offenen Tür bei der Feuerwache Scheibenstraße. Foto: Peter Rakoczy
Beim Tag der offenen Tür der Feuerwache Scheibenstraße gab es alle Hände voll zu tun. Mehr als 25.000 Menschen waren nach Weidenpesch gekommen, um sich einen Einblick in den Alltag der Kölner Feuerwehr zu verschaffen.  Von
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Köln

Großeinsatz bei der Feuerwehr: Höhenretter seilen sich spektakulär ab, eine Einbauküche geht nach einer Fettexplosion in Flammen auf, verletzte Menschen werden über Leitern gerettet oder aus verunglückten Autos herausgeschnitten – und daneben steht einsatzbereit der gelbe Rettungshubschrauber. Aber all diese Brände und Unfälle, Mini-Katastrophen und Rettungseinsätze waren inszeniert. Beim „Tag der offenen Tür“ auf dem Gelände der Hauptfeuerwache an der Scheibenstraße gab es jeweils lautstarken Beifall für die gelungenen Aktionen der Feuerwehrleute. Mehr als 25000 große und kleine Feuerwehrfans waren nach Weidenpesch gekommen, um sich einen Einblick in den Alltag der Kölner Feuerwehr zu verschaffen.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwache Scheibenstraße.
Tag der offenen Tür bei der Feuerwache Scheibenstraße.
Foto: Peter Rakoczy

„Rund 300 Leute sind heute hier im Sondereinsatz – von den freiwilligen Feuerwehren sowie von der Berufsfeuerwehr“ , sagt deren Sprecher Jens Müller. „Das zeigt, dass im Ernstfall Hand in Hand gearbeitet wird. Der Bürger sieht da sowieso keinen Unterschied.“ Würde es heute noch so zugehen wie vor 130 Jahren, wäre so manches Haus komplett abgebrannt, ehe die Wehrleute eintreffen. Wie es zu Zeiten der Preußen zuging, demonstrierten 15 Mitglieder der Funkentöter, des karnevalistischen Ablegers der Berufsfeuerwehr.

Zu äußerst zackigen Kommandos von Sitzungspräsident Hans-Dieter Annas („Fahrt mal e besje su, als wenn et brenne dät. Alaaaarm!“) schoben sie ein historisches Gefährt in Stellung und pumpten per Hand das Wasser durch die Schläuche. Und die ZuschaDa durften einige Zuschauer mithelfen. Annas: „Das Pumpen ist für die Kinder wie Karussell fahren.“ Richtig. Die Kleinen genossen es sichtlich von den straken Kollegen auf und ab bewegt zu werden.

Überhaupt war das gesamte Gelände für die Pänz wohl Kölns attraktivster Abenteuerspielplatz. Denn einige Dutzend Feuerwehrfahrzeuge konnten begutachtet und beklettert werden. Daneben konnte mit Wasser gespritzt, der Übungsturm mit schmalen Leitern erklettert dünne Leitern erklettert oder die Sitzbank in einem Rettungsboot getestet werden. Nur bei den ausgestopften Tieren als Leihgaben der Greifvogelstation, die die auf die vielfältigen Einsatze des Tiertransportes aufmerksam machten, hieß es: „Nur gucken, nicht anfassen.“ Dabei blickten Rehkitz und Fuchs doch genau so, als wollten sie gestreichelt werden.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwache Scheibenstraße.
Tag der offenen Tür bei der Feuerwache Scheibenstraße.
Foto: Peter Rakoczy

Für so manchen Jungen war der Berufswunsch – zumindest für eine Tag – ganz klar: Feuerwehrmann. Dazu trugen sich auch die flotten Sprüche bei, mit denen die Löschgruppe Fühlingen für eine Ausbildung bei der Feuerwehr warb. „Vom Milchbubi zum Man“ hieß es da. Oder auch: „Unser Beautyprogramm. Die Gesichtsmaske für den Mann.“ Ein erster Schritt in diese Karriere ist wohl die Jugendfeuerwehr, deren vor zwei Jahren neuformierter Umweltschutzdienst jetzt von Köln Feuerwehrchef Stephan Neuhoff offiziell losgesprochen wurde. „Diese neun Jungs haben alles drauf, was man für solch einen Einsatz braucht.“

Wo Neuhoff in einem wirklichen Katastrophenfall an der Seite des Stadtdirektors sitzen und Entscheidungen treffen wird, wollten auch viele Besucher genauer sehen. Die Teilnehmerkarten für die im 15-Minuten-Rhythmus stattfindenden Führungen durch die mobile Leitstelle, in der jeweils der Krisenstab tagt, waren schon am Vormittag vergriffen. Weitaus mehr Fahrzeuge als auf dem Innenhof ausgestellt waren, hatte Ronny Prager in drei Glasvitrinen aufgebaut – 237 Modellautos. „Ich habe den kompletten Fahrzeugpark aller Kölner Feuerwehrgruppen von den 50er Jahren bis in die Gegenwart.“ Wie kommt am im baden-wüttembergischen Dorf Königsbach ans Hobby Feuerwehr in Köln „Mein Vater ist in Köln geboren. Da kam für meine Sammelleidenschaft bundesweit keine andere Stadt in Frage.“

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