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Florastraße: Kachelschwund an der Haltestelle

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In der U-Bahn-Station Florastraße fehlen viele Kacheln in der Wandverkleidung. Doch das ist kein reines Nippeser Phänomen. Foto: Schöneck
Die Kachelmosaike an der U-Bahn-Haltestelle Florastraße verschwinden auf mysteriöse Weise Stück für Stück. Will hier jemand sein Bad im KVB-Stil fliesen? Die KVB hat Untersuchungen gestartet, um die genaue Ursache herauszufinden.  Von
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In einem schmucklosen Zustand präsentiert sich derzeit die U-Bahn-Haltestelle Florastraße. Am unterirdischen Haltepunkt der KVB-Linien 12 und 15 fehlen inzwischen große Teile des in Weiß, Dunkelblau und Grau gehaltenen Kachelmosaiks, das die Wände ziert. Nach und nach sind die Fliesen verschwunden; trister Putz tritt dahinter hervor. Vor allem am stadteinwärts liegenden Bahnsteig ist der Kachelschwund ausgeprägt – hier fehlt geschätzt bereits ein Drittel der Platten. Was geht hier vor sich – lösen sich vielleicht die Fliesen nach Erreichen ihres Mindesthaltbarkeits-Datums auf? Oder nutzt ein unbekannter Kacheldieb die Haltestelle als „Steinbruch“, weil er stückchenweise sein Bad neu gestalten will, im KVB-Stil? Auf den rätselhaften Schwund im Bereich unterhalb des Lokals „Em Golde Kappes“ hatte ein Leser den „Kölner Stadt-Anzeiger“ aufmerksam gemacht. Die Redaktion hat daraufhin einmal nachgefragt.

Ursache wird gesucht

Beim Amt für Brücken und Stadtbahnbau sei man bereits an der Sache dran, so Karlheinz Schumacher. Es handele sich nicht um Diebstahl oder Vandalismus, sondern wohl um Materialermüdung des Klebers. „Die Platten müssen sich über die Jahre gelöst haben – ein ähnliches Problem mit abgeplatzten Kacheln gibt’s etwa auch im Bahnhof Deutz/Messe“, erläuterte er. Zurzeit liefen Untersuchungen, um die genaue Ursache herauszufinden, und daraufhin den Instandsetzungs-Umfang festzulegen. Es stehe jedoch noch nicht fest, wann die Untersuchung abgeschlossen werden könne. Was vereinzelte Verschmutzungen durch Graffiti betreffe, würden diese zeitnah im Auftrag der Kölner Verkehrs-Betriebe entfernt.

Probleme gibt es auch am Bahnsteig Slabystraße. Dort sind es jedoch Bodenplatten, die sich während der Frostperiode gelöst haben. Die Kälte habe auch lange Zeit den Wiedereinbau der Platten verhindert, da der Mörtel eine gewisse Abbindetemperatur erfordere, so Schumacher. „Aufgrund der großen Stolpergefahr wurden die entsprechenden Bereiche gesperrt.“

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