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Forscherwoche: Einfacher Umgang mit der Physik

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Auch Astronomie war Thema der Woche. Hier basteln Schüler und Eltern Planetenmodelle. Foto: Schöneck
Kinder aus der Gemeinschafts-Grundschule Garthestraße führen ihren Eltern wissenschaftliche Experimente vor. Auf einfache Weise lernen Kinder bei der Forscherwoche mit den Gesetzen der Natur umzugehen.  Von
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Die Welt der Physik kann ganz schön verblüffend sein. Beim U-Boot-Experiment platzieren die Schüler ein leeres Teelicht als „Schiff“ und ein Gummibärchen als dessen Kapitän in einem Kasten, der zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Nun stülpen sie ein Trinkglas mit seiner Öffnung nach unten genau über das Teelicht – und drücken das Glas mitsamt Schiff und Seemann in Richtung Boden. Und, siehe da: Weder Boot noch Passagier werden nass, obwohl sie sich mittlerweile auf dem Grund des kleinen Ozeans befinden.

Altersgemischte Gruppen

„In dem Glas ist Luft, deshalb kann da kein Wasser reinkommen, und das Gummibärchen bleibt trocken“, erläutert einer der experimentierenden Schüler auf vorbildliche Weise. „Die Luft im Glas verdrängt also das Wasser.“ Auf verblüffend einfache Art haben die Schüler soeben begriffen, wie eine Taucherglocke funktioniert. Zum zweiten Mal nach 2009 hat die Gemeinschafts-Grundschule an der Garthestraße ihre Forscherwoche veranstaltet. Zum Abschlussfest kamen mehr als 150 Eltern zu Besuch – sowie einige Kita-Kinder aus der Umgebung, die ebenfalls eingeladen waren, die Experimente zu bestaunen. Neben dem vom Schul-Förderverein organisierten Büffet zeigten die Schüler nun bei einer Projekt-Präsentation in mehreren Klassenräumen ihre Ergebnisse: In zehn altersgemischten Gruppen, die sich nach berühmten Gelehrten und Wissenschaftlern benannt hatten – von Archimedes über Galilei und da Vinci bis Marie Curie –, absolvierten die Schüler den Experimente-Parcours rund um Wasser, Luft, Schall, Licht und Farben – sowie Astronomie und das Planetensystem. Ihre Beobachtungen hielten sie in Protokollen fest. „Wir haben die Gruppen nach Jahrgangsstufen gemischt, damit die Kinder voneinander lernen können“, so Schulleiterin Heinke Zimmermann.

Die Schüler erfahren, dass man mit Schallwellen ein brennendes Teelicht löschen kann: Spannt man über ein kanonenartiges Rohr einen Luftballon und ploppt mit den Fingern dagegen, geht am anderen Ende des Rohres die Kerze aus. Auch das Experiment „Schokokuss im Glas“ war ein Renner bei der Präsentation: Dabei setzen die Schüler einen Mini-Mohrenkopf in ein Glas mit Deckel-Aufsatz und zapfen mit einer Vakuumpumpe die Luft im Innern ab. Der Schokokuss wird größer und größer; sobald sie die Luft jedoch hereinlassen, schrumpft er mit einem Ruck wieder zusammen. „Im Glas entsteht ein Unterdruck, wenn wir die Luft herauslassen“, weiß eine Schülerin. „Dadurch können sich die Luftbläschen in der Füllmasse ausdehnen.“ Selbst sollte man jedoch nicht in einem Vakuum Platz nehmen, bemerkt sie: „Man würde ersticken.“

Da ist es doch besser, das Experiment von außen zu bestaunen – und das süße Versuchsobjekt hinterher verspeisen zu dürfen.

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