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Geschäftsidee: Das allererste Paar Schuhe

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Ein Paar kleine Schühchen mit „Glücks-Pilzen“. Foto: Arton Krasniqi, KSTA
Marion Träubel führt eine Boutique speziell für Kinder-Fußbekleidung. Ein Marktnische, die noch deutlich unterschätzt wird, denn Eltern sind gerade in den ersten Jahren sehr darauf bedacht, gute Schuhe für ihre Kinder zu finden.  Von
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Kleine „Prinzessinnen“ können ganz schön anspruchsvoll und wählerisch sein, wenn es um ihre Schuhe geht. Dies kann Marion Träubel bestätigen, die vor anderthalb Jahren ihre Kinder-Schuhboutique „Lieblingsschuh“ am Baudriplatz eröffnet hat. „Und Mütter sind sehr besorgt, gute Schuhe für ihre Kinder zu bekommen“, hat sie beobachtet. So wie an diesem Tag: Eine junge Mutter ist mit ihrer Tochter im Grundschulalter im Laden, um sich nach einem Paar neuer Ballerinas – flache, halboffene Sommerschuhe – umzuschauen. Nacheinander probieren sie verschiedene Farben und Modelle durch.

Eine zusätzliche Herausforderung in diesem Fall: Der eine Fuß des Mädchens ist ein wenig größer als der andere, wie sich beim Messen von Größe und Breite der Füße herausstellt – was in diesem Alter durchaus häufig vorkommt. „Da wird eine Einlegesohle helfen, das macht schon mal eine halbe Fußgröße aus“, erklärt Träubel. Rund eine halbe Stunde verbringen die drei Damen damit, eine gute Wahl zu treffen. Nachdem sie einige Proberunden durch den kleinen Laden gedreht haben und sich das Trio beraten hat, entscheidet sich das Mädchen schließlich für lindgrüne Ballerinas einer dänischen Marke.

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In den vormaligen Räumen eines Blumenladens an der Baudristraße neben dem bei Eltern beliebten Café „Eichhörnchen“, schräg gegenüber der St.-Marien-Kirche, feierte die promovierte Chemikerin Träubel am 27. August 2011 die Eröffnung ihres Ladens. Die Idee, ein spezielles Schuhgeschäft für kleine Kunden zu eröffnen, kam der Mutter von zwei inzwischen 13- und 16-jährigen Kindern, weil sie zuvor selbst lange fahren musste, um hochwertige wie schöne Schuhe für ihren Nachwuchs zu besorgen. „Wir dachten uns, Nippes ist ein kinderreiches Veedel, dort könnte solch ein Laden passen“, erläutert Träubel.

Marion Träubel präsentiert zwei farbenfrohe Sommerschuhe für Mädchen. In ihrem Eckladen führt sie Marken aus ganz Europa.
Marion Träubel präsentiert zwei farbenfrohe Sommerschuhe für Mädchen. In ihrem Eckladen führt sie Marken aus ganz Europa.
Foto: Arton Krasniqi

Nippes hat an Schwung gewonnen

Am Baudriplatz fühlt sie, die seit 15 Jahren in Nippes lebt, sich sehr wohl. „Gerade dieser Platz besticht durch seine familiäre Atmosphäre und Gemütlichkeit“, hier gehe es viel persönlicher und entspannter zu als etwa auf der etwas wuseligen Nippeser Haupt-Einkaufsmeile Neusser Straße, findet sie. Überhaupt habe Nippes in letzter Zeit viel an Schwung gewonnen, was nicht zuletzt auch mit den inhabergeführten Lädchen des Veedels zu tun habe. „Als wir damals hierher zogen, gab es viele schöne kleine Läden, dann kam eine kleine Phase des Abschwungs. Doch in den vergangenen Jahren entwickelt sich Nippes wieder nach vorn, das hat auch mit den vielen Familien zu tun, die neu nach Nippes gezogen sind.“ Selbst das wachsende Onlinegeschäft stehe dem nicht entgegen, meint die Inhaberin. „Die Anprobemöglichkeit vor Ort und eine gute Beratung sind für Eltern sehr wichtig.“

Laufen lernen in hochwertigen Schuhen.
Laufen lernen in hochwertigen Schuhen.
Foto: Arton Krasniqi

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Von der gerade einmal handtellergroßen Schuhgröße 18 bis hinauf nach 41, von Lauflern- über Krabbel- und Hausschuhe bis zu Sandalen, Halbschuhen sowie Leder- und Gummistiefeln reicht das Sortiment im „Lieblingsschuh“. Marion Träubel führt renommierte und hochqualitative Kinderlabels aus ganz Europa, unter anderem aus Dänemark, Schweden, Frankreich, Italien und den Niederlanden. Zudem gibt es ein kleineres Angebot an Strumpfhosen, Strümpfen, Laufsocken und Mützen sowie Accessoires und Geschenkartikel.

Ein emotionaler Moment sei jedes Mal, wenn junge Eltern das allererste Paar für ihr Kind kaufen. Für viele Familien stellen sie eine Erinnerung fürs ganze Leben dar. „Die werden meistens von beiden Elternteilen ausgesucht und gekauft – manchmal sind sogar die Großeltern dabei“, schmunzelt sie. Aber nicht ausschließlich Kinder werden im „Lieblingsschuh“ fündig. „Die Mütter nehmen ab und an auch ein paar Schuhe für sich mit, wenn's von der Größe hinkommt.“ Denn modebewusste Prinzessinnen altern nun einmal nicht.

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