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Hundekottüten: Hilfreich für Hund und Halter

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Der Weg entlang des Bahndamms wird rege genutzt – auch für Spaziergänge mit Hund. Nebenan liegt die Grünfläche, auf der Kinder aus dem Veedel spielen. Foto: Christoph Hennes
Was tun, wenn Nippes verdreckt? Das diskutiert momentan das Stadtteilparlament, denn vor allem die Wiese am Stellwerkviertel ist betroffen, die bei Kindern und Hunden sehr beliebt ist. Und die nächsten Spielwiesen sind weit weg.  Von
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Die Hinterlassenschaften von Hunden, die von manchen Besitzern nicht entfernt werden und für Mitmenschen „Tretminen“ darstellen, sind ein Dauer-Aufreger – sowohl unter den Bewohnern des Stadtbezirks Nippes als auch innerhalb der Bezirksvertretung. Nun will das Stadtteilparlament dem Problem begegnen. Auf einen Antrag der SPD-Fraktion hin bestellte es bei der Verwaltung eine Liste, an welchen Standorten im Bezirk es bereits Mülleimer mit Hundetüten gibt – und an welchen Stellen weitere erforderlich oder sinnvoll wären.

So will sich das Stadtteil-Parlament zunächst einmal eine Übersicht über die Gesamtlage im Bezirk verschaffen, um zu einem späteren Zeitpunkt mehrere neue Standorte auf einen Schlag zu beschließen. Ähnlich wie vor einigen Monaten bei den mehr als 400 „Haarnadel“-Abstellständern für Fahrräder, die das Parlament als Gesamtauftrag verabschiedet hatte. Die Nadeln stellt die Verwaltung nun sukzessive auf.

Viel Unrat auf der Wiese

Der Fraktions-Chef von Bündnis 90/Grüne, Herbert Clasen, und seine Fraktionskollegin Rita Lück stimmten gegen den Antrag, die zwei weiteren anwesenden Grünen – Susanne Eichmüller und Regina Bechberger – enthielten sich. Denn die SPD-Initiative hatte einen ursprünglichen Grünen-Antrag ersetzt. Dessen Anlass war die dreiecksförmige Spiel- und Sportwiese entlang des Fuß- und Radweges am Rande des Stellwerkviertels. Nicht nur bei spielenden Kindern, sondern auch bei Hunden und deren Haltern ist sie beliebt – mit der Folge, dass viele Hundehaufen auf dem Rasen bleiben. Auch sonstiger Unrat lande häufig neben den beiden Mülleimern und verteile sich dann über das Areal. Denn meist seien die Tonnen schon überfüllt, so Clasen.

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Dem wollten die Grünen abhelfen. Sie forderten in ihrem Antrag zum einen, zwei weitere Abfalleimer mitsamt Hundekot-Tütenspendern neben der Grünfläche aufzustellen. Zum anderen wünschten sie sich häufigere Kontrollen auf der Wiese selbst – um zu verhindern, dass sie als Freilauffläche für die Tiere genutzt werde. Auch ein Verbotsschild solle aufgestellt werden.

Doch dieses Ansinnen stieß bei den übrigen Mandatsträgern auf Skepsis. Es nutze nichts, nach dem Gießkannenprinzip immer mal wieder Tütenspender über den Bezirk zu verteilen – „und uns in jeder Sitzung mit neuen Standorten zu befassen“, argumentierte SPD-Fraktions-Chef Horst Baumann. Von den für die Wiese verlangten Kontrollen war er wenig überzeugt. „Ein Verbot ist wenig Erfolg versprechend, da die Stadt es ohnehin nicht überprüfen kann.“

Überfüllte Mülltonnen

„Die Wiese ist für Hunde prädestiniert, irgendwo müssen sie schließlich mal hin“, meinte sein CDU-Kollege Christoph Schmitz sogar. „Und es reicht aus, gegen die Vermüllung auf dem Areal die AWB öfter bei den zwei vorhandenen Mülleimern zum Leeren vorbeizuschicken. Ich kenne den Ort sehr gut, auf dem Weg zur S-Bahn sind die zwei Behälter immer voll.“

Dass auf dem an sich recht schönen Areal einiges im Argen liegt, bestätigt Ursula Forner, die im Stellwerkviertel wohnt und den Park sehr häufig nutzt, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Die zwei Tonnen quellen ständig über“, schildert sie. „Dann liegen oben drauf oft Hundetüten. Wenn man auf der Bank sitzt, stinkt es fürchterlich – deshalb war es ein Fehler, die Tonnen so nahe bei den Bänken aufzustellen“, meint sie.

Auch das Hunde-Problem auf der Wiese sei bekannt. „Es liegen viele Haufen dort, da einige Halter sie nicht entfernen.“ Für Kinder, die spielen wollen, sei dies ein Problem.

Eine Ursache sei jedoch auch der Mangel an offiziellen Hundewiesen im Stadtteil – denn die nächstgelegenen im Nippeser Tälchen und dem Johannes-Giesberts-Park liegen weit weg.

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