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Kinderklinik: Neue Appartements für Riehl

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Luftig und grün: So soll das neue Veedel an der unmittelbaren Grenze zu Nippes einmal aussehen. Foto: Schöneck/privat
Die leerstehenden Bungalows in unmittelbarer Nähe der Kinderklinik sollen bald abgerissen und durch drei Wohngebäude mit 50 Appartements ersetzt werden. Auch zwei kleine Plätze mit Grün und Spielanlagen sollen entstehen.  Von
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Riehl/Nippes

Nur 100 Meter Luftlinie entfernt steht die Kinderklinik. Und während dort der Betrieb läuft und im Hintergrund auch das Lachen von spielenden Mädchen und Jungs aus einer städtischen Tagesstätte zu hören ist, umgibt die fünf Bungalows im Süden des Klinik-Geländes eine eigentümliche Stille. Die Fassaden der hell geklinkerten Wohnhäuser, die schräg an den kleinen Park auf dem Krankenhaus-Areal mit einem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz angrenzen, werden teilweise von dicht wucherndem Grün bedeckt. Alle Gebäude stehen leer, die Klingelschilder sind namenlos. Früher wohnten hier Chef- und Oberärzte, die sich über einen kurzen Weg zu ihrem Einsatzort im Krankenhaus freuen konnten.

Doch auf dem mit seinen angrenzenden Grünflächen rund 4000 Quadratmeter großen Gelände schreiten derzeit die Planungen voran. In den nächsten Jahren sollen hier drei Mehrfamilienhäuser mit rund 50 Wohneinheiten entstehen. Insgesamt werden sie eine Wohnfläche von rund 4500 Quadratmetern bieten. Etwas kurios ist die Lage: Das Grundstück befindet sich am äußersten Rand von Riehl – die benachbarten Grundstücke an den Endpunkten der Nägelistraße und der De-Vries-Straße zählen dagegen bereits zu Nippes. Grüßt man also künftig seine Nachbarn über den Zaun, ergibt sich automatisch ein Kontakt über Stadtteilgrenzen hinweg.

Neuer Bebauungsplan

Haus Nummer 59a, einer der leerstehenden Bungalows.
Haus Nummer 59a, einer der leerstehenden Bungalows.
Foto: Schöneck

Nun befasste sich der Stadtentwicklungsausschuss des Rates mit dem Vorhaben. Er stimmte der Vorlage aus dem Stadtplanungsamt zu, für das Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen. Bei ihrer nächsten Sitzung im Juli wird sich voraussichtlich auch die Bezirksvertretung Nippes mit dem Projekt beschäftigen.

Die vormalige Eigentümerin des Grundstücks, die Kliniken der Stadt Köln gGmbH, hatte sich entschlossen, die südliche Grundstücksparzelle mitsamt der nicht mehr benötigten Bungalows zu verkaufen. Den Zuschlag bekam die Projekton Immobilien GmbH aus Köln. „Wir haben uns bei der Ausschreibung gegen die anderen Bieter durchsetzen können“, erläutert Jochen Bäcker von Projekton. „Eine Bedingung des Verkaufs war, für die künftige Bebauung des Areals einen Architektenwettbewerb zu veranstalten.“

Vier Gebäude und zwei Plätze

So geschah es auch – hierbei setzte sich am Ende das Modell des Architektenbüros Jürgensen & Jürgensen aus Raderberg gegen drei weitere Entwürfe durch. Gemäß dem siegreichen Entwurf unter dem Titel „Flora-Gärten“ sind drei Häuser mit drei bis vier Etagen plus einem etwas kleineren, nach hinten versetzten Staffelgeschoss vorgesehen. Ein riegelförmiges Gebäude – quer zur Amsterdamer Straße – findet in etwa dort Platz, wo derzeit noch die Reihe mit den fünf alten Bungalows steht. Nördlich und westlich davon entstehen zwei L-förmige Gebäude. Durch die versetzte Anordnung entstehen innerhalb des neuen Ensembles zwei kleine Plätze mit Grün und Spielanlagen.

Ansonsten sind – durch den frühen Zeitpunkt beim Verfahren bedingt – viele Projektdetails noch offen. Etwa, ob es sich um Eigentums- oder Mietwohnungen handeln wird. Unklar ist auch, was mit dem Baumbestand auf dem Grundstück passiert. Wie die Stadtverwaltung ausführt, werden alle Bäume erfasst, kartiert und auf ihren Erhaltungswert überprüft. „Die unter die Baumschutzsatzung fallenden Bäume sollen erhalten bleiben, soweit es die Nachverdichtung zulässt. Andernfalls werden sie ersetzt“, so das Stadtplanungsamt.

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