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Klimastrasse: Weiterer Schritt zu mehr Klimaeffizienz

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Im Bezirksrathaus Nippes ist ab sofort moderne Energiespar-Technik installiert.  Foto: Schöneck
Im Bezirksrathaus Nippes ist der nächste Abschnitt der Klimameile Neusser Straße, dem Herzstück des Klimaschutz- und Energiewende-Initiative „Smart-City Cologne“ von Stadt und Rhein-Energie, gestartet.  Von
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Weidenpesch / Nippes

Die Verwaltungsmitarbeiter im Bezirksrathaus Nippes werden sich künftig wohl genau überlegen, ob sie beim Verlassen ihrer Büros die Elektrogeräte laufen lassen. Denn auch kleine Energiespar-Aktionen tragen zum großen Ganzen bei, und das Gesamtergebnis aller Anstrengungen ist im Foyer für die Besucher sichtbar. „Alleine schon während der Mittagspause seinen PC abzuschalten, kann eine halbe Kilowattstunde Ersparnis bringen“, sagte Holger Kahl, Projektleiter der Klimastraßen-Initiative bei der Rhein-Energie AG. Die Besucher des Verwaltungsgebäudes an der Neusser Straße 450 erfahren an einer Informations-Säule neben dem Rezeptionstresen, wie viel Strom ausgewählte Abteilungen im Gebäude im Augenblick abrufen – und wie viel im Vergleich zu einem vorherigen Referenz-Zeitraum gespart werden konnte.

Im Bezirksrathaus startete nun der nächste Abschnitt der Klimameile Neusser Straße, dem Herzstück des Klimaschutz- und Energiewende-Initiative „Smart-City Cologne“ von Stadt und Rhein-Energie. Über mehrere Monate wurden im Gebäude herkömmliche Deckenlampen gegen hoch effiziente LED-Leuchten ausgetauscht; alle aktuellen Verbrauchswerte sind mittels moderner Mess- und Steuerungstechnik in einer Datenbank abrufbar. Nun erläuterten Kahl und Rhein-Energie-Vorstandschef Dieter Steinkamp bei einem Rundgang mit Oberbürgermeister Jürgen Roters, dem Nippeser Bezirksbürgermeister Bernd Schößler, Bürgeramtsleiter Ralf Mayer und rund 20 weiteren Gästen Details des Projekts.

270 LED-Leuchten in der Bibliothek

Neben der großen Meldehalle wird vor allem in der ersten Etage der Stadtteilbibliothek deutlich, dass Energiesparen längst nicht mehr gleichzusetzen ist mit Komforteinbußen und Verzicht. Im Gegenteil: In der hintersten Ecke der Bücherei – dort, wo die Sachbücher zu Kunst, Literatur und Geschichte stehen – hängen zu Demonstrationszwecken noch die alten Röhrenfunzeln an der Decke, direkt daneben schließen sich die neu installierten LED-Lampen an. Letztere sind wesentlich heller und erzeugen dabei ein angenehmes, weniger stechendes Licht – kommen jedoch mit nur 19 statt 60 Watt Leistung aus. Insgesamt 270 von ihnen wurden im Rahmen des Projektes alleine in der Bibliothek installiert. „Man sieht, dass man auch mit diesem Licht eine tolle Atmosphäre schaffen kann“, so Steinkamp. „Bei gleicher Lichtleistung wäre der Strom-Einspareffekt noch wesentlich höher.“

Auch dank der sinkenden Anschaffungskosten werde die LED-Technik immer attraktiver, so der Rhein-Energie-Vorstand weiter. „Vor rund drei Jahren, bei Baubeginn für unsere neue Firmenzentrale am Parkgürtel, hatten die Lampen noch 40 bis 50 Prozent mehr gekostet. Inzwischen sind wir gerade noch bei 15 Prozent – mit weiter sinkender Tendenz.“ Zusätzliches Plus sei, dass die LEDs per elektronischer Steuerung stufenlos dimmbar sind; zudem sind zwölf verschiedene Weißtöne wählbar. „Wir sind erfreut darüber, als eines der ersten öffentlichen Gebäude Kölns die neue Lichttechnik zu bekommen“, freute sich Cordula Nötzelmann, Leiterin der elf Stadtteilbibliotheken.

Nach der Beleuchtungstechnik wollen die Projektpartner als zweiten Schritt die Klima- und Heiztechnik des Bezirksrathauses optimieren, um auch hier den Verbrauch zu senken. Zudem steht in Kürze das nächste Klimastraßen-Vorhaben „Celsius“ an: Hierbei soll dem Abwasser die Wärme entzogen werden, um damit Gebäude zu heizen – wie etwa die Peter-Ustinov-Realschule.
www.smartcity-cologne.de

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